12.02.2019 - 17:36 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Aktive vor Abgasen schützen

Die Zahl der Einsätze und der Aktiven der Feuerwehr Kastl bleibt auf gleichem Niveau. Neben etlichen Übungen leisteten die Brandschützer auch Lehrgänge und Abzeichen ab. Für ihren Gesundheitsschutz stehen Investitionen an.

Kommandant Ludwig Kugler (rechts) nimmt Jonas Zeitler (Mitte) und Bastian Wagner (links) per Handschlag in den aktiven Feuerwehrdienst auf.
von Michael DenzProfil

Bei insgesamt 30 Einsätzen waren die Floriansjünger der Kastler Feuerwehr 2018 gefordert, und damit genau so oft wie 2017. Dabei schrillte exakt bei der Hälfte der Einsätze die Sirene oder Funkmeldeempfänger. Vier Brandeinsätze, je zwei Ölspuren, Brandmeldeanlagenalarme und akute Türöffnungen, eine Tragehilfe und drei Bäume über Fahrbahnen galt es abzuarbeiten. Die weiteren Einsätze betrafen laut Kommandant Ludwig Kugler Verkehrsabsicherungen.

"32 aktive Kräfte zählt unsere Einsatzmannschaft, darunter drei Frauen", informiert er. Diese leisteten auch etliche Übungs- und Ausbildungsdienste ab, darunter eine Digitalfunkübung, Hydrantenbegehung, Schulungsabend, Gerätekunde und eine Übung im Bereich der technischen Hilfeleistung.

Christoph Baumann arbeitete für die Maschinisten des Löschfahrzeuges drei gesonderte Übungen aus. Bei technischen Diensten wurden Feuerwehrhaus, die beiden Einsatzfahrzeuge und die Gerätschaften gewartet, geprüft und gepflegt. Zudem standen drei Übungen hinsichtlich der Brandbekämpfung innerhalb einer taktischen Einheit wie auch drei Belastungsübungen in der Atemschutzübungsanlage in Neuhaus für die Geräteträger an.

Fünf der Kastler Atemschutzkräfte nahmen an einem "Durchgang im Brandübungscontainer" in Kemnath teil. Zudem legten zwei gemischte Löschgruppen erfolgreich das Leistungsabzeichen Löschangriff ab. Ferner berichtete Kugler von der Teilnahme an Kommandantenschulungen und -versammlungen auf Kreisebene und Sitzungen auf Kreisbrandmeisterebene, an denen er mit seinem Stellvertreter Matthias Schinner teilnahm.

In der Jahreshauptversammlung nahm Kugler die Anwärter Bastian Wagner und Jonas Zeitler per Handschlag in den aktiven Feuerwehrdienst auf. Den Aktiven dankte er für ihre Bereitschaft und die geleisteten Dienste sowie den Geräte- und Jugendwarten, dem Atemschutzwart und seinem Stellvertreter "für das gute Miteinander". Gleiches galt für die Landkreisführungskräfte, den Sachbearbeiter Feuerwehr der Verwaltungsgemeinschaft Kemnath, Martin Graser, den Feuerwehrvorstand und die Gemeinde.

Kreisbrandmeister Alois Schindler bescheinigte den Kastlern ihre Leistungsstärke. Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther informierte über die Einsatzstatistik der Feuerwehren des Landkreises. Deren Kräfte werden in Zukunft, "besonders bei kritischen gesundheitlichen Zuständen von Personen", verstärkt alarmiert werden, wenn der Rettungsdienst eine gewisse Zeit bis zum Eintreffen am Einsatzort benötige. "Stärkt euer Wissen in Sachen medizinischer Erster Hilfe und übt solche Szenarien."

Weiter informierte der Kreisbrandinspektor über die Umstellung beim Digitalfunk hinsichtlich der Software bei den Funkgeräten. Auch sprach er den Gesundheitsschutz in Feuerwehrgerätehäusern und im -dienst an. "Die Abgase der Einsatzfahrzeuge müssen in Zukunft direkt vom Auspuffendrohr abgesaugt werden. Dies während der gesamten Fahrtstrecke innerhalb des Gerätehauses." Sicherlich koste dies der Gemeindekasse Geld, sei jedoch aufgrund der vorgegebenen Richtlinien nun umzusetzen.

"Die Kastler Feuerwehr ist eine sehr aktive Truppe", lobt Bürgermeister Josef Etterer. Der Bericht des Kommandanten zeuge von Aktivität, hoher Einsatzbereitschaft und hohem Maße an qualitativer ehrenamtlicher Arbeit. "Beim Thema Gesundheitsschutz und der Abführung der Abgase werden wir handeln", verspricht das Gemeindeoberhaupt. Es gelte jedoch alle Möglichkeiten zu überdenken, um das beste System zu finden.

"Auch in diesem Jahr stehen wieder einige Anschaffungen für die Feuerwehren an", erörterte Etterer. Die Gemeinde unterstütze auch die Anschaffung eines Alarmmonitors und Tablets. "Damit können die Führungskräfte den Einsatz schon zu Beginn an besser verwalten und erkennen, welche Einsatzkräfte bei einem Einsatz noch zum Gerätehaus eilen."

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