Bis Herbst 2018 war es im Revier der Jagdgenossenschaft Kastl-Unterbruck ruhig, was Wildschäden anbelangt. Dann schlugen die Wildschweine gleich doppelt zu.
In der Jagdversammlung im Saal des Gasthofes Vetter berichtete Vorsteher Gerhard Veigl, dass ein Verbissgutachten als Grundlage für den Abschussplan erstellt worden sei. In den vergangenen Monaten sei wenig Verbiss festgestellt worden. Wildschäden entstanden erst im Herbst auf den Wiesen. Nach der Wiederherstellung seien die Schwarzkittel sofort ein zweites Mal in den betroffenen Gebieten eingefallen und hätten noch schwerere Schäden verursacht. Veigl schlug vor abzuwarten, bis sich die Sauen wieder in den Wald zurückgezogen haben, was bei der warmen Witterung in Kürze zu erwarten sei. Die Schadstellen würden nach der Frostperiode sofort wiederhergerichtet werden.
Die Jagdgenossenschaft habe an einer Informationsveranstaltung für die Drückjagd im Hessenreuther Wald teilgenommen, teilte er weiter mit. Zur aktuellen Wolf-Diskussion berichtete der Vorsteher, dass im Gebiet der Jagdbögen eins (Kastl) und zwei (Unterbruck) noch keine Wölfe gesichtet worden seien. Im Nachbarrevier bei Preißach seien jedoch diese Tiere bereits in die Fotofalle einer Wildkamera gelaufen. Die Gefahr durch die Afrikanische Schweinepest sei noch nicht gebannt, mahnte Veigl abschließend.
In seinem Kassenbericht sprach Rudolf Stahl von gesicherten finanziellen Verhältnissen. Reinhold Veigl bestätigte im Anschluss eine einwandfreie Belegeführung. Die Versammlung entsprach dem Antrag, den Jagdpachtschilling erst nach dem Beseitigen der Wildschäden auszubezahlen. Ebenso fand der Vorschlag Zustimmung, davon wieder 500 Euro für den Wegebau zurückzulegen. Veigl dankte Jagdpächter Klaus Hoven für die Bereitstellung des Wildfleisches für das anschließende Jagdessen.














Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.