28.09.2020 - 16:49 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Elisabeth Streng jetzt Ehrenmitglied

Freie Wählergemeinschaft Kastl verabschiedete die bisherigen Gemeinderäte. Mit einer Auszeichnung überraschte sie ihre langjährige Vorsitzende.

Elisabeth Streng ist jetzt Ehrenmitglied der Freien Wähler in Kastl. Auch bei Michael Kraus (links) und Max Kirchberger (rechts) bedankte sich der Vorstand um Dominik Kugler (Dritter von links) für deren langjähriges Wirken im Verein sowie im Gemeinderat.
von Holger Stiegler (STG)Profil

"Wir werden zu tun haben, um diese Lücken zu füllen!" Mit diesem klaren Bekenntnis verabschiedete die Freie Wählergemeinschaft Kastl die Gemeinderäte, die bei den vergangenen Kommunalwahlen nicht mehr kandidiert hatten. Vorsitzender Dominik Kugler dankte in der Jahreshauptversammlung im Sportheim Max Kirchberger, Michael Kraus sowie Elisabeth Streng für ihr langjähriges Engagement im Kommunalparlament sowie bei den Freien Wählern.

Kugler erinnerte daran, dass Kirchberger von 2008 bis 2020 im Gremium vertreten war. Besonders hob er dessen Tätigkeit als Schriftführer der Freien Wähler sowie das zuverlässige Verteilen des Kastler Kalenderblatts hervor. Ebenfalls von 2008 bis 2020 vertrat Michael Kraus die Bürger im Gemeinderat. Darüber hinaus betätigte er sich als Pressewart der Gruppierung, wo er unter anderem 2001 für den Beginn des Online-Auftritts sorgte. Elisabeth Streng amtierte von 1996 bis 2020 als Gemeinderätin, den Vorsitz der Freien Wähler in Kastl hatte sie von 2003 bis 2019 inne. Kugler erwähnte darüber hinaus ihr Amt als Fraktionssprecherin, als stellvertretende Seniorenbeauftragte der Gemeinde, als Initiatorin des 1. Kastler Schausonntags sowie ihre Bürgermeisterkandidatur 2014. Der Vorsitzende charakterisierte sie als "gute Seele der Freien Wähler".

Neben den Dankesworten und einem Präsent für die langjährigen Gemeinderäte gab es für Elisabeth Streng noch eine ganz besondere Auszeichnung: Auf Antrag Kuglers ernannte die Versammlung sie einstimmig zum Ehrenmitglied. "Damit habe ich jetzt nicht gerechnet", gestand die überraschte Elisabeth Steng. Gerne habe sie sich in den vergangenen Jahren im Gemeinderat und bei den Freien Wählern eingebracht. "Und es ist schön zu sehen, dass es im Verein und im Gremium so gut weitergeht", sagte Streng.

Hintergrund:

Um ein Mandat stärker im Gemeinderat

Einen Rückblick auf die vergangenen Monaten gab FW-Vorsitzender Dominik Kugler. Ausführlich ging er auf die zurückliegenden Wahlen ein. So streifte er die Europawahlen 2019, bei denen die Freien Wähler bundesweit 2,2 Prozent erreicht hatten und damit einen Sitz im Europaparlament dazugewinnen konnten. In Kastl lag der FW-Anteil bei 18,5 Prozent. Ausführlich widmete sich Kugler auch den Kommunalwahlen, bei denen er als Bürgermeisterkandidat angetreten war. „Die Unterstützung, die ich im Wahlkampf bekommen habe, hat mich total geflasht.“ Mit 36,8 Prozent habe es nicht gereicht zum Sieg, auch wenn er im Hauptort Kastl die Nase vorne gehabt habe. Erfreulich sei allerdings, dass man im Gemeinderat als Fraktion einen Sitz hinzugewonnen habe.

Über die Arbeit im Gremium berichtete Markus Kaufmann. Bei den Wahlen zum Zweiten Bürgermeister, zum weiteren Stellvertreter sowie zum Vertreter in der Energiegenossenschaft NEW habe man sich mit den Personalvorschlägen der FW-Fraktion nicht gegen die CSU-Mehrheit durchsetzen können. Kaufmann ging auf einige Akzente ein, die die FW-Fraktion seit Mai habe setzen können – so Anträge zur Beteiligung am Energiemotor, zur Etablierung eines Jugendrates sowie auf Tempo 30 in der gesamten Ortschaft Kastl. Fraktionssprecher Gerhard Dobmeier hob die vom Gremium beschlossene Reduzierung des Sitzungsgeldes von 40 auf 35 Euro hervor. „Das Sitzungsgeld war ja von der CSU-Mehrheit 2014 auf 40 Euro erhöht worden.“ Dies habe in den vergangenen sechs Jahren Mehrkosten von 1320 Euro pro Jahr ausgemacht. Dass jetzt von der Verwaltung der Vorschlag gemacht wurde, wieder auf 35 Euro zu reduzieren, sei positiv zu werten. „Es war also gut, dass wir das Thema im Wahlkampf aufgegriffen hatten“, stellte Gerhard Dobmeier fest.

In der Diskussion war man sich einig, dass es beim Thema „Leitfaden für Neubürger“ zügiger vorangehen müsse. Auch beim Thema Bürgerversammlungen zeigte man sich zuversichtlich, dass hier künftig eine frühere Information der Bürger und auch der Gemeinderäte über den Zeitpunkt erfolgen werde.

Ein weiteres Thema des Abends war die Dorferneuerung. Ebenso müsste intensiver über die Arbeit des Vereins „Generation Hand in Hand“, bei dem die Gemeinde Kastl bekanntlich Mitglied ist, informiert werden.

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