24.09.2021 - 11:25 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Größere Flächen für Betriebe begrenzt

Unternehmen sind nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen wichtig für Kommunen. In der Gemeinde Kastl ist die Neuansiedlung von größeren Betrieben allerdings schwierig.

Zweite Bürgermeisterin Michaela Veigl, Geschäftsleiter Reinhard Herr, Wirtschaftsförderer Dr. Volker Höcht, Bürgermeister Hans Walter und weiterer Stellvertretender Bürgermeister Marco Streng (von links) trafen sich zum Gedankenaustausch.
von Externer BeitragProfil

Eine funktionierende Wirtschaft ist eine der Grundvoraussetzungen für eine intakte Gesellschaft und eine wohlbehaltene Gemeinde. Vor diesem Hintergrund fand ein umfangreicher Austausch zwischen dem Wirtschaftsförderer des Landkreises Tirschenreuth, Dr. Volker Höcht, Bürgermeister Hans Walter, seinen Stellvertretern Michaela Veigl und Marco Streng sowie dem Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft, Reinhard Herr, statt.

Im Mittelpunkt des Gespräches stand das Vorhaben der Gemeinde Kastl (wie diese in einem Schreiben mitteilt), ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept zu erstellen und dabei auch die Belange der Wirtschaft mit einzubeziehen. Bürgermeister Hans Walter erklärte, dass es vor allem durch die geografische Lage schwierig sei und künftig noch schwieriger sein werde, Unternehmen anzusiedeln, die für ihren Betrieb größere Flächen benötigten. „Durch den Kastler Berg, den Hessenreuther Wald, die Staatsstraße, die Haidenaab, die Bahn sowie durch Hochwasser-, Trinkwasser- und Naturschutzgebiete haben wir kaum Möglichkeiten, passende Flächen für einen Produktionsbetrieb zu entwickeln.“

Hier müsse die Gemeinde künftig andere Wege gehen, um aktive Wirtschaftspolitik zu betreiben. „Wir müssen uns sehr gut überlegen, wie wir mit unseren Flächen umgehen und was wir damit machen wollen“, so der einstimmige Tenor der Gemeindevertreter. Umso wichtiger seien deshalb Überlegungen, für welche wirtschaftlichen Belange die Gemeinde gezielt Flächen entwickeln könnte, die für alle Seiten passten, so Hans Walter weiter. Bedenken müsse man auch die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung und die aktuellen Möglichkeiten mit Homeoffice, Co-Working und vielem mehr.

Der demografische Wandel und der zunehmende Mangel an Fachkräften spielen bei der Standortwahl von Unternehmen eine große Rolle bei der Entscheidungsfindung. Parallel dazu gewinnen die Energieversorgung und die Kosten für Energie immer mehr an Bedeutung. Ergänzt werden diese Faktoren durch den Bereich Work-Life-Balance. So sind Bereiche wie Versorgung, Erholung, Mobilität, Freizeitgestaltung und Natur für viele Arbeitnehmer im Vergleich zur Bezahlung oder zur wöchentlichen Arbeitszeit wesentlich wichtiger.

Gemeinsam erörterten die Gesprächsteilnehmer aktuelle Prozesse in der Wirtschaft, deren Trends und die Herausforderungen, die auf die Kommunen zukommen werden. Weiterhin informierte Wirtschaftsförderer Volker Höcht über zahlreiche Förderprogramme des Staates und deren Zielgruppen.

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Kemnath

 

 

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