26 Jungbullen eines Bio-Landwirts aus Kastl waren am Nachmittag des 15. Mai von einer Weide zwischen Kastl und Troglau entlaufen. Sie hatten den Zaun durchbrochen und sich anschließend im Hessenreuther Wald versteckt. Wegen des riesigen Gebiets war die Suche extrem schwierig.
Insgesamt etwa 70 Personen, darunter viele Jäger, halfen mit, die Rinder aufzuspüren. Mehrmals kamen Drohnen zum Einsatz – und das mitten in der Rehkitzrettungssaison, was die Sache nicht einfacher machte. So konnten aber immerhin sechs Jungbullen gefangen werden. Der Landwirt hatte sich außerdem Futterraufen mit Fressgittern angeschafft, acht weitere Jungbullen waren in diese Fallen gegangen, informierte der Mann am Mittwochnachmittag auf Anfrage von Oberpfalz-Medien. Andere, die das mitbekommen hatten, mieden die Futterraufen dann jedoch. Insgesamt sind nun 17 Vierbeiner wieder daheim (Stand 3. Juni).
Das bedeutet aber auch, dass neun Jungbullen weiterhin auf freiem Fuß sind. Die Suche geht also weiter. Vom Landratsamt Tirschenreuth hat der Landwirt mittlerweile sogar eine Genehmigung bekommen, Profijäger einzusetzen. Ziel ist es, die Tiere zu betäuben, betonte der Mann. „Wir versuchen, sie in Ruhe zu fangen“, fügt er hinzu. Denn sobald er oder seine Mitstreiter hinter den Bullen herlaufen, rennen sie sofort weg – und das gleich ein paar Kilometer weit. Deswegen bittet der Landwirt Passanten, seine Tiere nicht zu verfolgen, was seinen Angaben zufolge schon passiert ist und die Suche noch zusätzlich erschwert.
Sichtungen sollten stattdessen bei der Polizeiinspektion in Kemnath gemeldet werden. Außerdem rät der Kastler, bei Aktivitäten wie Wandern oder Radfahren im Hessenreuther Wald nach wie vor besonders aufzupassen und die Augen offen zu halten.





















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