14.12.2019 - 14:56 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Jugendtreff im Wald zwischen Reuth und Kastl brennt lichterloh

Zunächst befürchteten die Einsatzkräfte, dass sich noch Jugendliche in der brennenden Hütte befinden könnten. Doch hier gab es bald Entwarnung. Trotzdem war der Einsatz für die Feuerwehren nicht leicht.

Unter Atemschutz nahmen die Einsatzkräfte den Löschangriff vor. Zu Retten war aber an dem Haisl mitten im Wald nichts mehr.
von Roland WellenhöferProfil

Die erste Alarm-Meldung ließ zunächst nichts Gutes ahnen. Am Samstagabend heulten im Kemnather Land die Sirenen: Zwischen Reuth und Kastl bei Kemnath soll eine Scheune lichterloh brennen. Die umliegenden Feuerwehren sowie der Rettungsdienst wurden gegen 23 Uhr alarmiert. Beim Eintreffen stellten die Einsatzkräfte fest, dass eine von der örtlichen Jugend genutzte Holzhütte bereits im Vollbrand stand.

Als die Feuerwehr eintraf, brannte die Hütte bereits lichterloh.

Was brannte, war das sogenannte "Lohhaisl". Vor rund zehn Jahren ist der Jugendtreff entstanden. Eine Gruppe baute damals einen Bretterverschlag, um sich zurückgezogen mit Gleichaltrigen treffen zu können. Im Laufe der Zeit wurde der Platz, der sich auf Gemeindegrund befindet, immer weiter eingeebnet, die Hütte verbessert und an weitere Generationen weitergegeben. Das "Haisl" wurde geduldet, da es vor Ort nur wenig Angebote für die Jugend gibt.

In dem steilen Waldstück hatten die Einsatzkräfte keine leichte Aufgabe.

Für die rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr folgte ein kräftezehrender Einsatz, denn das "Haisl" lag in einem schwer zugänglichen, steilen Wäldchen. Es ist versteckt zwischen Kastl, Löschwitz und Reuth auf einer Anhöhe. Einsetzender Schneefall und böiger Wind erschwerten die Arbeit zusätzlich.

In dem steilen Waldstück hatten die Einsatzkräfte keine leichte Aufgabe.

Wegen der aufgeweichten Wege konnten die Löschfahrzeuge nicht nahe genug heranfahren. Die Einsatzkräfte mussten die Löschwasserleitung deshalb quer über die Äcker verlegen. Zu allem Übel war am Anfang noch nicht sicher, ob sich nicht noch Jugendliche in dem beliebten Treffpunkt befinden. Hier konnte aber bald Entwarnung gegeben werden: Am Freitagabend hatte sich niemand dort aufgehalten.

In dem steilen Waldstück hatten die Einsatzkräfte keine leichte Aufgabe.

Unter der Leitung des Kastler Kommandanten Ludwig Kugler war das Holzgebäude trotz der ungünstigen Bedingungen bald gelöscht. Die Polizei schätzt den Schaden auf 1000 bis 5000 Euro. Personen wurden nicht verletzt. Bislang ist völlig unklar, wie die Holzhütte in Brand geraten konnte. Die Polizeiinspektion Kemnath hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

In dem steilen Waldstück hatten die Einsatzkräfte keine leichte Aufgabe.
In dem steilen Waldstück hatten die Einsatzkräfte keine leichte Aufgabe.
In dem steilen Waldstück hatten die Einsatzkräfte keine leichte Aufgabe.
Die Einsatzleitung konnte zunächst nicht ausschließen, dass sich noch Jugendliche in dem beliebten Treff befinden.
Die Löschfahrzeuge konnten wegen der aufgeweichten Wege nicht nah genug an den Brandort heranfahren. Die Löschwasserleitung musste quer über die Äcker verlegt werden.
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