15.03.2019 - 12:55 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Kameradschaft ein Aushängeschild

Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Kastl blickte in ihrer Jahreshauptversammlung auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Auch trauerte sie um den tödlich verunglückten Militärpfarrer Martin Klein.

Vorsitzender Michael Pühl berichtet über die Ereignisse des vergangenen Jahres. Es waren eine ganze Menge.
von C. & W. RupprechtProfil

Der Tod des Militärpfarrers Martin Josef Klein aus Veitshöchheim berührte die Kastler Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) besonders. Der Seelsorger hatten den Festgottesdienst zum 125. Gründungsjubiläum zusammen mit Ortspfarrer Heribert Stretz zelebriert. Klein hatte in seiner Predigt die Vereine als Kitt, der die Gesellschaft zusammenhalte, gelobt. In Gedenken und zur Würdigung seines Wirkens verlas Martin Merkl die Vita des Verstorbenen.

Vorsitzender Michael Pühl blickte in seinem Jahresbericht wieder auf viele Aktionen zurück. Neben zahlreichen Vorstandssitzungen und Geburtstagsgratulationen nahmen die Kameraden wieder an einigen Festen befreundeter Vereine teil. So besuchten sie die 125. Gründungsfeste der Feuerwehren Burkhardsreuth, Zessau sowie Unterbruck. Dort beteiligten sich 11 Mitglieder am Festzug und 7 am Arbeitseinsatz. Darüber hinaus standen das Sommernachtsfest des TSV 1960 Kastl und das Bruderschaftsfest im Kalender. Im Mai gingen die Krieger und Soldaten bei der Fronleichnamsprozession mit, im Juli nahmen sie am Kirchenpatrozinium teil. Im Juni gab es im Schützenheim einen Filmabend über das 125. Gründungsfest. Drei Kameraden halfen bei der Vorbereitung des Hans-Stahl-Gedächtnisschießens in Neusorg.

In seinem Kassenbericht sprach Konrad Federsel von einem soliden Polster, auch er im vergangenen Jahr ein Minus ausweisen musste. Da keiner der beiden Revisoren anwesend war, verlas Hans Walter den von Adolf Pinzer verfassten Kassenprüfbericht. Jürgen Schreyer berichtete von der Volksbundarbeit. Insgesamt kamen bei der Haus- und Straßensammlung 2784 Euro gesammelt. 18 Kameraden waren dafür im Einsatz.

Ihnen dankte Ehrenkreisvorsitzender Hans Bäte für ihre herausragende Leistung. Kastl sei hier seit Jahren ein positives Aushängeschild. Bäte riet allen, einmal bei einer Fahrt Soldatenfriedhöfe zu besuchen, die von dem gesammelten Geld erhalten und finanziert werden. Besonders gefallen habe ihm das "informative" und zugleich "amüsante" Protokoll von Reiner Wagner.

Auch Gemeinderat Hans Walter lobte stellvertretend für den erkrankten Bürgermeister Josef Etterer die Sammlung für den Bund der Kriegsgräber. Vorbildliche Arbeit leiste die KSK Kastl auch bei der Organisation des Volkstrauertages. Großer Dank gehe auch an die Familie Heining für die Pflege des Kriegerdenkmals und des Soldatengrabes auf dem Friedhof. Walter warb für kräftige Unterstützung beim Erntedankfeldzug am 20. September, denn dafür werden viele Helfer benötigt. Rudi Stahl bat hier um noch fünf bis sechs freiwillige Helfer beim Ausschank.

Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung zeigte Hans Walter einen Film über die Krieger- und Soldatenkameradschaft Kastl von 1892 bis heute, in dem auch der Festgottesdienst zum 125. Jubiläum Bestandteil war. Darin konnten alle noch einmal den im Juli 2018 bei einem Autounfall verunglückten Militärpfarrer Klein sehen.

Ehrenkreisvorsitzender Hans Bäte bedankt sich für die Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und rät zum Besuch der Soldatenfriedhöfe, die von diesem Geld finanziert werden.
Gemeinderat Hans Walter zeigt einen Film über die Krieger- und Soldatenkameradschaft Kastl und bittet um Unterstützung für den Erntedankzug.
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