07.10.2020 - 12:46 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Kastler Pfarrer gibt Leitfaden zu Teilen und Danken

Andrea Zeitler (links) und Martina Schreyer haben die Erntegaben in das „Rad des Lebens“ vor dem Altar aufgebaut.
von C. & W. RupprechtProfil

Nach vielen Gottesdiensten im Freien konnte die Andacht zu Erntedank wieder in der Ortskirche St. Margaretha gefeiert. Pfarrer Heribert Stretz betonte in seiner Predigt, dass man an Erntedank Gott besonders gut und deutlich auf die Spur kommen und das Danken wieder lernen könne.

Er stellte die Ernte in den Mittelpunkt, die heuer gut ausgefallen sei. Es dürften aber die Menschen nicht vergessen werden, die dafür arbeiteten, dass Lebensmittel auf den Tisch gebracht werden können. Stretz verwies auf die reiche Fülle, die vor dem Altar ausgebreitet war: Körner und Brot, Trauben und Obst, Kartoffeln, Zwiebeln, Gemüse, aber auch Eier und Salz. Dies sei Grund, Gott zu danken, dass er alles wieder wunderbar wachsen und werden ließ. Man solle aber auch über die kleinen Dinge des Lebens nachdenken. Diese gehen im Alltag oft unter. Die hungrigen Tiere im Winter; die Pflanzen und Blumen am Wegrand; die Luft, von der der Mensch lebt; das Wasser, das alle Lebewesen brauchen. Stretz ermahnte, die Fülle genießen zu dürfen, aber auch mit anderen Menschen und den Tieren zu teilen.

Wer die kleinen Dinge des Lebens nicht mehr wahrnimmt und das Danken verlernt hat, dem fehle es an Freude und Farbe. Alles werde gleichförmig und grau wahrgenommen. Daher rief er die Gottesdienstgemeinde auf, mit offenen Augen durch den Alltag und durch das Leben zu gehen, dankbar zu betrachten und wahrzunehmen, was Gott geschenkt hat. "Denn mit solcher Dankbarkeit kann unsere Seele innerlich richtig auftanken." So sammle sie Farben für den Winter."

Ein besonderer Dank gilt Andrea Zeitler und Martina Schreyer, die die Erntegaben wunderbar in das "Rad des Lebens" vor dem Altar aufgebaut haben.

Erntedankgottesdienst 2020 in Kastl.
Andrea Zeitler und Martina Schreyer haben die Erntegaben in das „Rad des Lebens“ vor dem Altar aufgebaut.
Die Erntegaben liegen dem Altar zu Fuße.
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