22.07.2020 - 12:44 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

"Leichtgewicht" auch für schwere Einsatze der Reuther Feuerwehr

Die Feuerwehr Reuth hat seit wenigen Wochen eine neue Tragkraftspritze. Der Kastler Gemeinderat ließ sich die technischen Deatils des Gerätes erläutern. Für die Brandschützer gab es am Ende auch noch eine gute Nachricht.

Maschinist Robert Schraml und Bürgermeister Hans Walter (von links) demonstrierten dem Kastler Gemeinderat die neue Tragkraftspritze der FFW Reuth.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Die Firma Rosenbauer hatte die neue Tragkraftspritze zwar geliefert, doch wegen der Corona-Pandemie waren Übungen damit bislang nur bedingt möglich. Unabhängig davon machten sich am Dienstag im Vorfeld der Sitzung des Gemeinderats die Gremiumsmitglieder und Bürgermeister Hans Walter am Reuther Feuerwehrgerätehaus selbst ein Bild von der Löschwasserpumpe.

Gemeinderat und Maschinist Robert Schraml stellte in Vertretung für Kommandant Dominik Neuendorf gemeinsam mit dem Bürgermeister die Neuanschaffung kurz vor. Dabei informierte er, dass die neue Pumpe vor allem durch ihre Leichtigkeit mit rund 170 Kilogramm, ihre einfache Bedienung und ihre Leistungsstärke überzeugt habe. Im Einsatz kann sie bis zu 1700 Liter Wasser pro Minute fördern und auch bei laufendem Motor betankt werden.

Um vor allem bei Nacht eine optimale Ausleuchtung am Einsatzort gewährleisten zu können, sind mehrere leistungsstarke LED-Strahler an einem Mast und am Tragegestell serienmäßig montiert worden. Die installierte Elektronik ermöglicht jederzeit eine genaue Analyse der Technik, wodurch Fehler schnell angezeigt und erkannt werden können. Ebenso regeln mehrere Sensoren eine mögliche Überhitzung im Leerlauf sowie die Druckverhältnisse beim Ansagen und Abgeben des Löschwassers.

"Der Gemeinderat war sich im vergangenen Jahr einig, für die Feuerwehr Reuth eine neue Tragkraftspritze anzuschaffen", berichtete der Bürgermeister. Damit mache man als Kommune auch deutlich, welchen Stellenwert und welche Bedeutung auch kleinere Wehren für das gesellschaftliche, soziale und kulturelle Leben vor Ort haben. Die Kosten für das Modell Rosenbauer FOX 4 belaufen sich auf knapp 15 000 Euro, wobei die Kommune eine Förderung in Höhe von 4700 Euro erhalten hat. "Die Neuanschaffung löst die bisherige Tragkraftspritze 8/8 aus dem Jahr 1962 ab, die aber weiterhin im Feuerwehrgerätehaus in Reuth bleiben wird", teilte der Rathauschef mit. Wie wichtig eine Wehr wie jene in Reuth sei, habe man im vergangenen Jahr erlebt bei den Einsätzen in Oberneumühle oder bei Neuenreuth. "Spätestens bei solchen Schadensereignissen ist man auf die Man-Power, das Know-how und die Ortskenntnisse der einzelnen Feuerwehrdienstleistenden angewiesen", stellte Walter fest.

Die Reuther Feuerwehr wünscht sich von der Gemeinde Kastl eine weitere Neuanschaffung.

Reuth bei Kastl bei Kemnath

Abschließend informierte er darüber, dass derzeit an der Zusammenstellung für das neue Tragkraftspritzenfahrzeug der Wehr gearbeitet wird. Im Spätherbst soll die Ausschreibung erfolgen, wodurch im kommenden Jahr oder zu Beginn des Jahres 2022 mit der Indienststellung zu rechnen sei.

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