22.07.2021 - 14:35 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Ökokonto für mehr Planungssicherheit

Was ist ein Ökokonto? Wie wird es angelegt und wie kann man als Kommune davon profitieren? Einen kurzen Einblick in das Thema gab Biodiversitätsberaterin Nicole Bergler dem Kastler Gemeinderat.

Biodiversitätsberaterin Nicole Bergler informierte im Kastler Gemeinderat zum Thema Ökokonto.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Das Ökokonto sei ein Instrument zur vorgezogenen Sicherung und Bereitstellung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, erklärte Nicole Bergler den Gemeinderäten. "Damit können dann künftige Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft ausgeglichen werden", fuhr die Mitarbeiterin der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Tirschenreuth fort.

Sie definierte die rechtlichen Grundlagen für ein Ökokonto und machte deutlich, dass es vor allem bei Kommunen mit einer dynamischen baulichen Entwicklung und absehbaren Planungen sinnvoll sei. Es umfasse Konzepte zur Bevorratung von Flächen und zur Durchführung von Maßnahmen. "Beispielsweise können Gemeinden mit einem Ökokonto ihre Planungssicherheit erhöhen und Verfahren auch beschleunigen", stellte Bergler fest. Darüber hinaus sei auch eine ökologische Verzinsung möglich.

Bürgermeister Hans Walter und das Gremium zeigten sich dem Thema gegenüber sehr aufgeschlossen. "Das wird uns sicher in den nächsten Monaten begleiten", meinte der Rathauschef.

Er informierte das Gremium zum Thema Glasfaserausbau: Walter erinnerte daran, dass die Gemeinde Kastl sich von einem Fachbüro für einen möglichen Glasfaserausbau für alle Wohnhäuser beraten lassen und zugleich eine Machbarkeitsstudie erarbeiten lassen wolle. Hierzu sei beim Bund ein entsprechender Förderantrag in Höhe von 50 000 Euro gestellt. "Dieser Antrag wurde inzwischen positiv entschieden, so dass nun mehrere Fachbüros zur Abgabe eines Angebotes für eine Zusammenarbeit angeschrieben wurden", berichtete Walter.

Glasfaser frühestens in drei Jahren

Er betonte aber auch, dass ein möglicher Glasfaserausbau erst in mehreren Jahren erfolgen könne, wenn die notwendigen Fördergelder zur Verfügung stünden und dies der Gemeinderat befürworte. "Stand heute wird eine flächendeckende Maßnahme die nächsten drei bis fünf Jahre nicht kommen", stellte Walter klar. Dies sei in den vergangenen Wochen etwas verzerrt dargestellt worden, weshalb mehrere Hausbesitzer der Meinung gewesen seien, sie könnten bereits heute einen Glasfaseranschluss bei der Gemeinde beantragen. "Das ist nicht der Fall", betonte Walter.

Begleitung für Entwicklungskonzept

Im Frühjahr hat der Gemeinderat beschlossen, ein städtebauliches Entwicklungskonzept zu erstellen. Für eine fachliche Begleitung wird die Kommune ebenfalls ein Fachbüro benötigen. Auch hierfür, so der Bürgermeister, wurden inzwischen mehrere Büros angeschrieben, um ein Angebot für eine mögliche Zusammenarbeit abzugeben. "Ziel ist es, dass bis zum Herbst die benötigten Fachbüros ausgewählt werden können."

Ausdrückliche Unterstützung signalisierte der Bürgermeister für die Impfkampagne im Landkreis Tirschenreuth. "Die Impfung ist der einzige wirkliche Weg aus der Pandemie und die einzige Möglichkeit, eine vierte Welle im Herbst zu verhindern." Daher werde im Landkreis Tirschenreuth und in den einzelnen Gemeinden daran gearbeitet, möglichst viele Angebote für Impfwillige zu schaffen. Nur gemeinsam könne man den Weg aus der Pandemie bewältigen.

Für die Städtebauförderung fassen die Gemeinderäte das Sanierungsgebiet größer

Kemnath

"Wer jetzt der Meinung ist, aufgrund der niedrigen Zahlen sei Corona besiegt, wird im Herbst ein böses Erwachen erleben. Daher nochmal die Bitte: Lassen Sie sich impfen, schützen Sie damit sich und Ihr Umfeld!"

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