11.07.2019 - 13:13 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Sommerfest im Kinderhaus Pusteblume in Kastl

Beim Sommerfest des Kinderhauses Pusteblume in Kastl erfolgte nach der kirchlichen Weihe des neuen Großspielgerätes kurz darauf die "weltliche". Bürgermeister Josef Etterer persönlich nahm die Rutsche in Betrieb.

von C. & W. RupprechtProfil

Mit einem Festgottesdienst in der Mehrzweckhalle begann das Sommerfest des Kinderhauses Pusteblume. Pfarrer Heribert Stretz thematisierte in seiner Predigt die Bedeutung des Wortes "Shalom" und was sich daraus ableiten lässt. "Shalom" bedeute Friede, Vervollständigung, Ruhe und Freude. Shalom sei mehr als nur Friede erklärte der Geistliche, es sei auch Zufriedenheit. Zum Schluss der Predigt wünschte der Seelsorger den Kindern "Shalom" beim Spielen, damit sie den Frieden in sich selbst erfahren sowie mit Gott und den anderen.

Die Mädchen und Buben halfen fleißig bei der Gestaltung des Gottesdienstes mit. Sie sangen und sprachen die Fürbitten sowie Dankgebete. Die Lesung übernahm Anja Kirchberger. Für die musikalische Begleitung sorgten Beate Wöhrl und Silke Kiefer.

In seinen Grußworten erklärte Bürgermeister Josef Etterer, dass das alte Spielgerät nicht mehr den aktuellen Sicherheitsvorschriften entsprochen habe und deshalb eine Neuanschaffung nötig gewesen sei. Er dankte Robert Schraml und Bertram Strobl für den Aufbau des Spielgerätes, das aus Kletterturm mit Rutsche und Hängebrücke besteht.

Ein großes Dankeschön und "Vergelt's Gott" gehe an Max Ponnath, der den Kauf des Spielgerätes mit einer großzügigen Spende unterstützt habe, betonte Etterer. Leiterin Ulrike Hederer überreichte als Anerkennung zusammen mit den Kleinen ein selbst gebasteltes Dankeschön an Ponnath und einen Blumenstrauß für dessen Ehefrau.

Im Namen der Geschäftsstelle Kastl der Volksbank-Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG überreichte Michaela Veigl eine Spende von 500 Euro für das Kinderhaus. Für die Junge Union hatte Vorsitzender Felix Kirchberger einen 100-Euro-Scheck mitgebracht. Hederer dankte allen Spendern und Helfern, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben, ebenso den Raumpflegern und Busfahrern für ihre tägliche Arbeit sowie bei den Gemeindemitarbeitern, die immer zur Stelle seien, wenn Hilfe benötigt werde.

Die Festlichkeiten in der Mehrzweckhalle beendeten die Mädchen und Buben eindrucksvoll und lautstark mit dem Rap "Hallo, liebe Gäste, wir laden Euch jetzt ein, wir laden euch jetzt ein, hier ein paar schöne Stunden, hier bei uns zu sein..." Angelehnt an das Lied "We will rock you" von Queen klatschten und stampften die Kinder, bis die Halle bebte.

Im Garten des Kinderhauses segnete Pfarrer Heribert Stretz das neue Spielgerät samt Rutsche, ehe Bürgermeister Etterer mit Hederer, Elternbeiratsvorsitzendem Thomas Will und Pfarrer Stretz das Absperrband durchschnitt und es damit für den Spielbetrieb freigab. Das Gemeindeoberhaupt hatte dann die Ehre, Spielgerät und Rutsche als erster zu benutzen. Das ließ er sich nicht zwei Mal sagen und stieg auf den Kletterturm. Über die Rutsche ging es wieder hinunter. Unten heil angekommen merkte er an, dass es mit Weihwasser auf der Rutsche einfach schneller gehe.

Beim Weißwurstfrühschoppen und später bei vielen anderen Leckereien konnten die Eltern ihren Kindern beim Schatzkistenbauen und an Stationen mit Glitzertatoos, Buttonpresse und Riesenseifenblasen zuschauen. Im Schulhof war ein eindrucksvoller Fuhrpark mit Trettraktoren, Bobby- und Kettcars sowie Fahrrädern für die spätere Fahrzeugschau aufgebaut.

Hintergrund:

SVE zieht nach Waldeck

Zurzeit besuchen täglich 98 Kinder den Kindergarten sowie weitere 15 Mädchen und Buben die Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) in Kastl. Für das kommende Kindergartenjahr liegen laut Leiterin Ulrike Hederer über 110 Anmeldungen für den Kindergarten vor. Da nun eine zusätzliche Gruppe aufgebaut werden muss, blieb nichts anderes übrig, als für die von der SVE genutzten Räumen Eigenbedarf anzumelden. Diese zieht deshalb nach Waldeck in das momentan leerstehende Schulgebäude um. Hederer wünschte der SVE gutes Gelingen im neuen Heim.

Berthold Kellner, Geschäftsführer der Lebenshilfe Tirschenreuth als Träger der SVE, bedankte sich für die vergangenen 23 Jahre in Kastl. Sie seien geprägt gewesen von Harmonie und gutem Einvernehmen. Kellner kündigte den Auszug zum Ende des Kindergartenjahres an und wünschte dem Kinderhaus für die Zukunft alles Gute.

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