02.07.2019 - 15:53 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Sportschützen Einigkeit Hubertus Kastl feiern Aufstieg

Ende Januar gelang der ersten Mannschaft der Kastler Schützen der Aufstieg in die erste Bundesliga. Mit einer großen Feier ließen sie sich aber bis jetzt Zeit.

von C. & W. RupprechtProfil

Die Kastler Schützen haben schon immer ihr Sportgerät beherrscht. Doch im Januar gelang ihnen mit dem Aufstieg in die erste Bundesliga Süd der bislang größte Erfolg. Dies feierten sie am Samstag mit einem zünftigen Fest vor dem Vereinsheim. Für Stimmung sorgte Musikant Gerd aus Tiefenbach.

Vorsitzender Wolfgang Raps ließ die Anwesenden teilhaben an dem Verlauf des Wettbewerbes im schwäbischen Ostfildern, der bis zum Schluss spannend war. So war laut dem Redner der Klassenerhalt im Mittelfeld der zweiten Bundesliga in den vergangenen Jahren stets das erreichte Ziel. Im 2018 sei die Liga im Vorfeld jedoch kaum zu überblicken gewesen. Starke Aufsteiger und Verstärkungen in allen Mannschaften machten die Situation recht unübersichtlich und wenig berechenbar.

Mit Siegen und auch Niederlagen blieb das Ergebnis für die Kastler Schützen, trotz Tabellenführung am vierten Wettkampftag, bis zum letzten Tag offen. Denn die nachfolgenden Teams waren nur wenige Punkte von den Hubertusschützen entfernt. Am letzten Wettkampftag brachten dann aber alle Kastler Schützen Spitzenleistungen. In zwei Durchgängen wurden die zwei besten Mannschaften ermittelt, die in die erste Bundesliga aufsteigen sollten. Die Kastler erreichten 1963 Ringe im ersten und 1954 Ringe im zweiten Durchgang. Damit mussten sie sich nur der Mannschaft des SSV Kronau geschlagen geben, die nur 10 beziehungsweise 12 Ringe mehr aufwies.

Zeitintensives Training

Wolfgang Raps betonte, wie schön es für die Mannschaft und ihre Betreuer gewesen sei, dass die Daheimgebliebenen so viel Anteil an dem Verlauf der Meisterschaft genommen hatten. So seien die Heimkehrer bereits in Troglau von der Feuerwehr abgeholt worden, die Böllerschützen hätten es am Vereinsheim krachen lassen. Raps beschrieb, wie zeitintensiv das Training von Simona Bachmayer aus Floß, Michael Buchbinder, Lukas Haberkorn, Maria Kausler, Christine Schachner und Sandra Raps ist. "Das ist Spitzensport!", machte der Vorsitzende klar.

Sandra Raps war als Ersatzschützin mitgefahren und hatte für jeden Wettbewerb extra Urlaub genommen. Schachner war aus dem 400 Kilometer entfernten Zell am See zu den Wettbewerben angereist. Raps überreichte an alle sechs Schützen eine Ehrenurkunde. Auch das Publikum honorierte den Einsatz mit langem Applaus.

Viele Anteil am Erfolg

"Die Sensation ist gelungen", erklärte Bürgermeister Josef Etterer. Doch der Erfolg ruhe auf vielen Schultern. Damit verwies er auch auf den Einsatz der Trainer Andreas Kausler und Wolfgang Raps. "Ich weiß noch, als 1991 Wolfgang Raps die deutsche Meisterschaft gewonnen hat. Seither haben die Kastler Schützen immer wieder tolle Erfolge erzielt." Etterer nannte hier zudem Elena Zimmermann, die im Herbst Vizemeisterin bei den deutschen Meisterschaften wurde.

Als Anerkennung durften sich die erfolgreichen Sportler in das Goldene Buch der Gemeinde Kastl eintragen. Etterer kündigte eine Geldspritze der Kommune an und überreichte ein persönliches Geldgeschenk. Wolfgang Raps dankte für den Zuschuss der Gemeinde im laufenden Jahr in Höhe von 3500 Euro.

Der Vizepräsident des Oberpfälzer Schützenbundes, Wolfgang Bauer, gratulierte dem Verein. Die Bundesliga bei den Schützen gebe es erst seit 20 Jahren. Es habe zwar immer wieder mal ein Verein aus dem Verband geschafft, in der Bundesliga zu schießen, doch sei es stets nur einer gewesen. "Mit Kastl sind nun zwei Vereine aus unserer Region in der ersten Bundesliga. Ich bin sehr stolz auf euch." Dabei betonte Bauer, dass es der eigene Vereinsnachwuchs sei, der so erfolgreich ist. Das neue Ziel sei nun erst einmal der Klassenerhalt.

Auch Marco Streng von dem CSU-Ortsverband würdigte die Leistung und das Opfer von Freizeit. "Ihr seid ein Aushängeschild für unsere Gemeinde", betonte er und überreichte eine Spende von 250 Euro. Gerhard Dobmeier von den Freien Wähler lobte die Einzelleistungen sowie den Einsatz des gesamten Vereins. "Zielwasser habe ich nicht mitgebracht. Das habt ihr nicht nötig." Deshalb gab es auch von ihm eine Geldspende. Lukas Haberkorn dankte im Namen aller Sportler Wolfgang Raps und Trainer Kausler, "weil sie immer mit aller Kraft hinter uns stehen".

Raps dankte allen Helfern des Festes und dem Personal der Heimwettkämpfe, aber auch den treuen Fans und Betreuern. Er lud ein, die Mannschaft bei den nächsten Wettkämpfen zu begleiten. Die Saison startet Anfang Oktober in Fürth. Die Gegner sind die Mannschaften aus Buch und Saltendorf. Den nächsten Heimkampf gibt es am Samstag, 23. November, ab 18 Uhr. Gegner wird Pfeil Vöhringen aus der Nähe von Ulm sein. Es sind 250 Zuschauerplätze vorhanden, warb Raps.

Mit einem leckeren Salatbüffet und Spanferkel lud der Verein die Gäste dann zum Kräftetanken ein. Bei lauen Temperaturen und Kerzenlicht feierten die Schützen bis weit in die Nacht.

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