06.03.2020 - 16:41 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Zweikampf in Kastl

Wer wird der Nachfolger von Josef Etterer? Die Kastler Bürger müssen sich am Sonntag, 15. März, zwischen Johann Walter und Dominik Kugler entscheiden.

Dominik Kugler (31) tritt für die Freien Wähler an.
von Externer BeitragProfil

In mehreren Wahlveranstaltungen haben beide Kandidaten dargelegt, wie sie sich die künftige Entwicklung der Gemeinde vorstellen. Die Eckpunkte haben sie für die Leser von Oberpfalz-Medien noch einmal zusammengefasst.

Dominik Kugler (Freie Wähler)

Der gelernte Handelsfachwirt schließt aktuell sein BWL-Studium ab. Er interessiert sich schon lange für Kommunalpolitik. "Dass ich bislang kein politisches Amt innehatte, betrachte ich als Vorteil. Ich kann frische Ideen einbringen und möchte das Amt des Bürgermeisters überparteilich ausüben", sagt der 31-Jährige. Unter dem Motto "Der Jugend eine Stimme geben" plant der Freie Wähler, ein Jugendparlament zu installieren. Eine rechtzeitige Erweiterung der Kindergartenplätze müsse thematisiert werden, auch in Hinblick auf die neuen Baugebiete. Die Einrichtung eines Bauernhofkindergartens wäre eine innovative Idee.

Bürgernähe ist Kugler wichtig, er möchte auch in allen Ortsteilen Sprechstunden abhalten. Die Vereine sollen bestmöglich gefördert werden: "Die vielen Ehrenamtlichen sind es, die eine Gemeinde lebenswert machen." Das mobile Leben erfordere neue Konzepte, zum Beispiel Carsharing und Fahrdienste für ältere Mitbürger zum Einkaufen. Kugler möchte Energieeinsparmöglichkeiten weiter ausgebaut werden. So könnten etwa die Pumpen im Wasserwerk mit Eigenstrom betrieben werden. Maßnahmen wie der Neubau eines Bauhofes und die Sanierung von Straßen sollen ohne Neuverschuldung und mit Abschöpfen von Fördermitteln gestemmt werden.

Johann Walter (CSU)

Die Gemeinde Kastl sei eine der kleineren Kommunen im Landkreis Tirschenreuth, aber sicher eine der schönsten in der Region. Der 37-Jährige tritt dafür ein, dass dies auch so bleibt. Der Industriemechaniker und nebenberufliche Fotograf ist seit sechs Jahren im Gemeinderat als Fraktionssprecher tätig und engagiert sich seit 20 Jahren politisch sowie gesellschaftlich.

Die Herausforderungen der Digitalisierung sind ihm besonders wichtig, ebenso bezahlbare Bauplätze in den Ortsteilen, hausärztliche Versorgung, modernes Kinderhaus, zeitgemäß ausgestattete Grundschule und Kinderspielplätze sowie Tradition, Brauchtum, Vereine und Wirtschaft.  Der Dialog mit Vertretern der OTH Amberg-Weiden solle jungen Leuten eine berufliche Zukunft in der Heimat ermöglichen.

Wie bisher müssten der Erhalt und Ausbau der kommunalen Infrastruktur, wie die Sanierung des Rathauses, Instandhaltung der Straßen und Brücken sowie eine zeitgerechte Ausstattung des Bauhofes im Mittelpunkt stehen. Eine "Bürgerapp" solle zeitnah Informationen aus dem Rathaus und über das gemeindliche Geschehen abrufbar machen. Eine Biodiversitätsstrategie soll laut Walter dazu beitragen, die Natur und Landschaft zu pflegen und zu unterstützen. "Nur gemeinsam und mit einer offenen sowie anschaulichen Zusammenarbeit auf allen Ebenen kann es uns gelingen, die Gemeinde Kastl weiterhin positiv zu entwickeln."

Johann Walter (37) ist der Kandidat der CSU.
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