Zum sechsten Mal gibt es diese Veranstaltung nun im Kastler Steinstadel. Begleitend dazu öffnen Künstler vor Ort ihre Ateliers. Vier Kunstschaffende zeigen Objekte, Malerei und Fotografie.
Eine davon ist Sabine Weber. Sie war schon lange fasziniert von getragenen Jeans, von Abschnitten, die deutliche Gebrauchsspuren aufweisen und fast neu wirkenden Teilen. Diese unterschiedlichen Stoff-Stücke sind ihr Material, wobei nichts mehr an das einstige Kleidungsstück erinnert.
Jeans als Grund-Stoff
"Durch Reihungen gleicher geometrischer Elemente entstehen - fast wie von Licht und Schatten beeinflusst - zwei- und dreidimensionale Mosaiken", so beschreibt sie es selbst. Weber kam 1942 in Leipzig zur Welt, seit 1969 lebt sie bei Erlangen.
Sie hat sich seit 1970 mit Keramik befasst, seit 1994 kam die Jeans als Grund-Stoff für ihre Arbeit dazu. 2002 hat sie im Geburtshaus-Museum von Levi-Strauss in Buttenheim ausgestellt, es folgten weitere Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.
Johann Sturcz, Jahrgang 1977, stammt aus Pecs in Ungarn. Er studierte an der Akademie der Künste in Nürnberg und in Düsseldorf und lebt inzwischen in Amberg. Ein breites Spektrum an Arbeiten hat er geschaffen, von klassischer Malerei über Collagen zu Raum- und Wandinstallationen und digitalen Werken. Die Liste seiner Ausstellungen ist lang, mit dem Kunstkombinat Amberg hat er auch mehrere Symposien veranstaltet.
Beton mit Spuren
Wolfgang Bittner hat Architektur studiert. Er wurde 1942 in Plauen geboren und ist in Leipzig zu Hause. Seine Skulpturen sind aus Beton, auf der Oberfläche zeigen sich Luftporen, Zementschlieren, Spuren der Verschalung.
Dazu zeigt Bittner Skizzen, die seinem Schaffen vorausgehen. Vertraute Elemente wie Treppen, Brüstungen, Durchgänge, Rampen, Öffnungen als Türen und Fenster sind zu sehen, bilden eine surreale Wirklichkeit. Dabei haben die vom Künstler gewählten Raumabfolgen haben nichts mit der bekannten oder nutzbar gebauten Wirklichkeit gemein. Bittners Werke waren ebenfalls schon bei zahlreichen Ausstellungen zu sehen, auch in Italien, Frankreich und Polen.
Passionierter Fotograf
Aus der Kastler Kunstszene ist Georg Pickl beim Quartett der Ausstellenden vertreten. Er ist passionierter Fotograf seit seiner Jugend, hat seine eigenen Schwarzweiß- und Farbbilder entwickelt und beschäftigt sich seit 25 Jahren auch mit digitaler Fotografie. Der Sucher seiner Kamera findet Strukturen, Absurdes und Schönes.
Die Kastler Kunsttage werden organisiert vom Kastler Verein für Tourismus und Gewerbe, zusammen mit den Kastler Künstlern Michael Pickl, Georg Pickl, Stefan Stock, sowie Björn und Chantal Gagnon-Haack. Vernissage im Steinstadel ist am Freitag, 21. September, um 19 Uhr.
Die weiteren Öffnungszeiten:
Steinstadel
Samstag, 22. September, 11 bis 18 Uhr
Sonntag, 23. September, 11 bis 18 Uhr
Samstag, 29. September, 11 bis 18 Uhr
Sonntag, 30. September, 11 bis 18 Uhr
Mittwoch, 3. Oktober, 12 bis 18 Uhr
Samstag, 6. Oktober, 14 bis 18 Uhr
Sonntag, 7. Oktober, 12 bis 18 Uhr.
Offene Ateliers
Schmuckdesign Gagnon: Martin-Weiß-Straße 8, 22. und 23. September, jeweils 11 bis 18 Uhr.
Stefan Stock Lichtobjekte: Hainthalstraße 38, 15, 29. und 30. September, jeweils 11 bis 18 Uhr
Bildhauer Michael Pickl: Hohenburger Straße 15, 29. und 30. September, jeweils 11 bis 18 Uhr.
















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