03.12.2019 - 10:54 Uhr
Kemnath am BuchbergOberpfalz

Bischof Rudolf Voderholzer segnet renovierten Turm der Kemnather Kirche

Es ist ein ganz besonderes Ereignis für die Pfarrei St. Margareta in Kemnath am Buchberg: Am Abend des ersten Adventssonntags segnet Bischof Rudolf Voderholzer den sanierten Turm der Kirche.

Mit der Segnung des neu renovierten Kirchturms der Pfarrkirche St. Margareta in Kemnath sorgt Bischof Rudolf Voderholzer für einen großen Moment in der kleinen Pfarrgemeinde.
von Adele SchützProfil
Bischof Rudolf Voderholzer ließ es sich trotz vollen Terminkalenders am ersten Adventswochenende nicht nehmen, zur Segnung des neu renovierten Kirchturms nach Kemnath a.B. zu kommen, wo er von einer großen Schar an Gläubigen erwartet wurde.
Kirchenpfleger Anton Gebert (r.) begrüßte mit Pfarrer Josef Irlbacher (Mitte) Bischof Rudolf Voderholzer (l.) vor der Pfarrkirche St. Margareta und gab einen kurzen Rückblick über die Renovierungsmaßnahmen des Kirchturms.

Pünktlich vor dem Wintereinbruch hatte die Sanierung des Kirchturms ihren Abschluss gefunden. Pfarrer Josef Irlbacher drückte bei der Begrüßung seine große Freude über den Bischofsbesuch in der Pfarreiengemeinschaft St. Vitus Schnaittenbach/St. Margareta Kemnath aus, zu dem eine große Schar an Gläubigen aus beiden Pfarreien gekommen war. Zuvor hatte Voderholzer im Vorfeld die ersten Ausstellung des jungen Vereins Krippenfreunde Schnaittenbach im Kulturstadl in Schnaittenbach besucht.

Kirchenpfleger Anton Gebert, der die Kirchturmrenovierung vorangetrieben hat, gab einen Rückblick auf die Baumaßnahme, bei der er nach seinen Aussagen bestens mit Architekt Sebastian Kiendl (Bauleitung), Tragswerksplaner und Statiker Konrad Kraus sowie den Architektinnen vom Baureferat der Diözese Regensburg Sabine Faderl und Martina Hackl zusammengearbeitet hat. Gebert erinnerte, dass Bischof Voderholzer selbst den Anstoß für die dringend notwendige Kirchensanierung bei seinem ersten Pastoralbesuch anlässlich des 50. Pfingstritts 2015 gegeben habe, nachdem er sich vom maroden Bauzustand überzeugt hatte. „Geld kann ich ihnen nicht geben, aber meinen Segen haben sie“, habe der Bischof damals gesagt. Nur wenige Tage später sei ein Anruf vom Baureferat der Diözese gekommen, um einen Termin für den so wichtigen Erstbesuch durch die Architektinnen Hackl und Faderl zu vereinbaren. Baubeginn war laut Gebert dann bereits am 22. November 2016 mit zwei vorgezogenen Bauabschnitten gewesen: den dringlichen Elektroarbeiten, der Innenbeleuchtung der Kirche und dem Ausbau des Dachbodens.

Die Kirchturmsanierung selbst begann dann am 18. März 2019. Die Kosten belaufen sich auf 576.063 Euro. Zuschüsse gab es von der Diözese Regensburg (239.900 Euro) und der Stadt Schnaittenbach (16.000 Euro). hinzu kamen Spenden aus der Bevölkerung, von Firmen, Vereinen und der Dorfgemeinschaft in Höhe von 65.000 Euro. Die Corpus-Christi-Bruderschaft der Pfarrei übergab anlässlich der Kirchturmsegnung 3000 Euro. „Ohne Spenden wäre die Umgestaltung des Kirchturms mit seinen vier neuen Giebeln nicht möglich gewesen. Jetzt ist die historische Ansicht des Turms wunderschön“, sagte Anton Gebert. Abschließend bemerkte er, dass das Thema des Hausgottesdienstes im Advent: „Schau hin und staune“ genau zum Abschluss der Kirchturmsanierung passe: „Wir schauen hinauf und staunen.“

Dem Empfang vor der Pfarrkirche St. Margareta, den das Buchbergecho unter der Leitung von Markus Bierler musikalisch gestaltete, folgte eine Adventsandacht in der Kirche, die das Diözesanoberhaupt und der Kirchenchor unter Leitung von Steffi Reichhart gestalteten. Bischof Voderholzer machte bewusst, dass die Zuschüsse der Diözese zu solchen Bauvorhaben aus der Kirchensteuer stammten. In seiner Predigt wies er auf die Botschaft der Kirchtürme hin, "die wie Finger nach oben zum Himmel zeigen und die Gläubigen daran erinnern, dass sie nicht in den Sorgen dieser Welt aufgehen sollen, sondern auf Gott vertrauen können".

Nach der Andacht segnete Voderholzer den renovierten Kirchturm und schaltete dessen neue Beleuchtung ein. „Unser Kirchturm schaut ja aus wie eine umgedrehte Schultüte“, zitierte Tragswerksplaner Konrad Kraus in seiner Ansprache Kirchenpfleger Anton Gebert, und fügte hinzu: „Das sollte sich durch die Renovierung ändern.“ Kraus informierte über den Bauablauf. Er wies auf die neu eingebauten Spitzgiebeln, das renovierte Turmkreuz, die renovierten Uhr und die frisch vergoldete Turmkugel hin. Im Anschluss lud Pfarrgemeinderatssprecher Willibald Wiedenbauer zum Stehempfang in den Pfarrgarten am Fuße des Kirchturms ein.

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