Die beiden Kemnather CWU-Stadträte Josef Werner und Manfred Birner schnitten bei der Versammlung im Gasthaus Alois Luber kommunalpolitische Themen der vergangenen beiden Jahre an. Im Beisein von Bürgermeister Josef Reindl nahm sich Birner schwerpunktmäßig die Bereiche Wasserversorgung und Dorferneuerung vor. An die Ausführungen schloss sich eine lebhafte Diskussion an, in die auch der Bürgermeister erklärend eingriff.
Birner und Werner sind auch Verbandsräte des Wasserzweckverbands Kemnath/Neunaigen und kennen sich somit in der Materie gut aus. Bei den Investitionen sei der Neubau des Wasserwerks mit Kosten von rund einer Million Euro der größte zu stemmende Brocken gewesen. Die Einrichtung stehe kurz vor der Inbetriebnahme. Um Kosten zu sparen, habe im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt von Neunaigen auch die Wasserleitung erneuert werden sollen. Das einzig brauchbare Angebot war nach Aussagen Birners überteuert, so dass die Maßnahme in Absprache mit dem Markt Wernberg hinausgeschoben wurde. Eine weitere große Kostenstelle mit über 200 000 Euro sei für den Zweckverband die Leitungserneuerung im Osten des Dorfes in Richtung Hochbehälter. Für die Ortschaft Kemnath prognostizierte Birner Ausgaben in Höhe einer halben Million Euro für die Sanierung der Wasserrohre im Rahmen der Dorferneuerung ab 2020.
Der Wasserzweckverband Kemnath/Neunaigen sei mit dem vor einigen Monaten freigestellten Wasserwart hoch zufrieden gewesen, denn er habe kostengünstig und sehr zuverlässig gearbeitet, stellte der Verbandsrat klar. "Eine Weiterbeschäftigung scheiterte an den Bestimmungen des kommunalen Prüfungsverbands, der eine Pauschalvergütung nicht mehr duldete", sagte er. Ferner habe der Nachweis als Wasserwerksmeister gefehlt: ein Risiko bei Arbeitsunfällen. Auf eine Reduzierung der Arbeitsstunden bei seinem ständigen Arbeitgeber habe sich der Wasserwart nicht eingelassen und die Entlassung angenommen, erklärte Birner.
Laut dem Referenten beginnt die Dorferneuerung in Kemnath noch heuer mit dem Umbau des Vereinsheims. Nachdem die CWU-Räte den Schnaittenbacher Stadtrat vom Kauf des Rackl-Anwesens hätten überzeugen können, habe das Amt für Ländliche Entwicklung eine Förderungin Höhe von 60 Prozent zugesagt. Die Umbaumaßnahmen kosten laut Birner rund 450 000 Euro und werden bis zu 70 Prozent bezuschusst. Wichtigste Maßnahmen seien die energetischen Sanierung des Dachs, die Vergrößerung des Musikzimmers für den Verein Buchbergecho sowie die Neugestaltung des Innenhofs mit neuem Geräteraum. Der Austausch der Fenster und Türen mit Kosten von über 80 000 Euro sei bereits vergeben.
Der geringe Wasserdruck in der Ortschaft Mertenberg als Dauerbrenner und der "unzureichende Brandschutz" waren Diskussionsbeiträge von Alfons Bierler. Sein Bruder Markus beklagte das langsame Internet und forderte eine Breitbandversorgung. Bürgermeister Josef Reindl erklärte, dass in Sachen Wasserversorgung von Mertenberg die Planungen liefen, die Stadt wolle die Maßnahme im Einklang mit dem Bau der Umgehungsstraße bewerkstelligen. Im Bezug aus ein schnelleres Internet habe er keinen Einfluss. Auch konnte Reindl keine abschließende Antwort bezüglich der Straßenausbaubeitragssätze geben.



















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