Im Zuge einer Dorferneuerungsmaßnahme brachte der Stadtrat von Schnaittenbach vor vier Jahren den Umbau und die Sanierung des Kemnather Vereinsheims inklusive Außenanlagen auf den Weg. Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) war dabei maßgeblich involviert.
Das ALE hat in Bayern viele Vorzeigeprojekte hervorgebracht – Kemnath am Buchberg hat nun eines davon. Es handelt sich um das Vereinsheim, das eine wechselvolle Geschichte hinter sich hat. 1962/63 als Schulhaus konzipiert, verlor es seinen ursprünglichen Zweck mit der Eingliederung der Kemnather Schule nach Schnaittenbach (1977). Rund fünf Jahre lang blieb es ungenutzt, ehe es den Vereinen als Heim diente. Dann stand die Generalsanierung an, Kosten von rund 650.000 Euro standen im Raum. Etwa 65 Prozent steuerte das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) als Fördermittel bei.
Vor allem aber erwiesen sich die Mitglieder der Kemnather Vereine als große Gemeinschaft. Sie arbeiteten bei der Renovierung Hand in Hand und leisteten sage und schreibe 4132 Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Der Erfolg ist sichtbar: Sie schufen ein sehr ansprechendes Vereinsheim, sozusagen die „gute Stube“ des Ortes und ein großzügiges Domizil. Das Gebäude ist geeignet, das Vereinsleben zu forcieren und das gesellschaftliche Leben zu fördern. Der SV Kemnath, die Buchbergschützen, das Buchberg-Echo, der Krieger- und Soldatenverein sowie die Haflingerzüchter haben hier ein neues Zuhause.
Das neue Vereinsheim wurde nun ganz offiziell seiner Bestimmung übergeben. Wie es sich für einen solchen Anlass gehört mit einem Festzug, einem Gottesdienst in der Kirche St. Margareta, mit einem offiziellen Festakt und einem Tag der offenen Tür. Im Haus gab es kurze Reden. Den meisten Beifall konnte der Kemnather Josef Werner für sich in Anspruch nehmen: Er war laut Bürgermeister Marcus Eichenmüller „jahrelang geheimer Bauleiter und Mädchen für alles, Kümmerer für alle organisatorischen Fragen, fleißiger Arbeiter, und zwar ehrenamtlich“.
Landrat Richard Reisinger wünschte den Vereinen und der Kemnather Bevölkerung „schöne Treffen im neuen Heim“. Landtagsabgeordneter Harald Schwarz stellte die Eigenleistung der Vereinsmitglieder besonders heraus. "Bei dem Vereinsheim ist förmlich zu spüren, dass der Gemeinschaftssinn der Vereine gestärkt, der Zusammenhalt in Kemnath wieder fester geworden ist", lobte Schnaittenbachs Bürgermeister. "Dieses Vereinsheim ist gemacht für euch und die Zukunft von Kemnath am Buchberg“, fasste Eichenmüller zusammen. Diese Worte bildeten dann auch den Einstieg in den Tag der offenen Tür.















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