17.11.2019 - 12:02 Uhr
KemnathOberpfalz

100 Prozent Rückenwind

Bündnis90/Die Grünen in Kemnath nominierten Heidrun Schelzke-Deubzer als Bürgermeisterkandidatin – Auch die Stadtratsliste wird verabschiedet.

Die grüne Bürgermeisterkandidatin Heidrun Schelzke-Deubzer (vorne, Dritte von links) und die Anwärter für den Kemnather Stadtrat gehen optimistisch in die Kommunalwahl 2020.
von Holger Stiegler (STG)Profil
"Die Botschaft des Plakats von 1979/80 hat nichts von ihrer Aktualität verloren", betonte Heidrun Schelzke-Deubzer nach ihrer Nominierung.

Premiere für Kemnath: Erstmals wird es bei den Kommunalwahlen 2020 eine Bürgermeisterkandidatin von Bündnis90/Die Grünen geben. Am Freitagabend nominierte die Partei die amtierende Dritte Bürgermeisterin Heidrun Schelzke-Deubzer einstimmig zur Bürgermeisterkandidatin für die Kommunalwahlen am 15. März kommenden Jahres. Ebenfalls einhellig beschlossen wurde die Liste, mit der die Grünen bei den Stadtratswahlen antreten.

„2014 sind wir erstmals bei den Kommunalwahlen in Kemnath angetreten – und haben gleich drei Mandate geholt“, blickte Ortsvorsitzende und Stadträtin Katharina Hage zurück. Dieses Ergebnis wolle man nicht nur ausbauen, sondern gleichzeitig auch das Kemnather Rathaus für die Grünen erobern. „Wir waren in den vergangenen fünf Jahren stets präsent und haben Akzente gesetzt“, ergänzte Co-Vorsitzender Stefan Zaus.

Die Wahlen, die von Kreisvorsitzendem Fabian Neuser geleitet wurden, erbrachten folgende Listenreihung bei den Bewerbern für den Stadtrat (in aufsteigender Reihenfolge der Plätze): Heidrun Schelzke-Deubzer (58 Jahre, Studienrätin), Stefan Zaus (52, Gärtnermeister), Katharina Hage (43, Zahntechnikermeisterin), Hermann Daubenmerkl (54, Realschullehrer), Susanne Herold (48, Erzieherin), Markus Möllmann (59, Diplom-Bierbrauer), Anna-Maria Beck (36, Realschullehrerin), Michael Herold (47, Erzieher), Amelie Krauß (31, Ergotherapeutin), Maximilian Memmel (23, Student), Christine Schubert (59, Büchereiangestellte), Sebastian Hoffer (22, Student), Andrea Kick (52, Diplom-Sozialpädagogin), Werner Schubert (64, Sicherheitsfachkraft), Martina Grötsch (62, Lehrerin), Wolfgang Veigl-Meyer (59, Lehrer), Ursula Zeitler-Tabilo (60, Bioladen-Betreiberin), Rainer Köhler (49, Elektrotechniker), Hans Zaus (19, FSJler) und Florian Hage (45, Arzt). Ersatzkandidat ist Lothar Kaiser. Zu Beauftragten für den Wahlvorschlag wurden Heidrun Schelzke-Deubzer und Katharina Hage bestellt.

„Ich bin stolz und froh, an der Spitze einer solchen Liste zu stehen“, betonte Bürgermeisterkandidatin Heidrun Schelzke-Deubzer. Die Leitziele ihrer Kandidatur fasste sie kurz zusammen: „Kemnath muss offener, transparenter und demokratischer werden!“ Dafür werde sie sich als Bürgermeisterin einsetzen. Zwar sei sie schon 3. Bürgermeisterin, dies sei allerdings bisher eher ein „Titel ohne Mittel“. Sie habe wenig zu tun gehabt, da sie kaum etwas habe machen dürfen. „Die Bürgermeisterwahl ist eine Persönlichkeitswahl“, betonte Schelzke-Deubzer. Ihre Rede nutzte sie deswegen auch, um wichtige Stationen ihrer politischen Sozialisierung vorzustellen – vom Umzug als Sechsjährige nach Kemnath mit ihren im Krieg aus Schlesien und dem Sudetenland vertriebenen Eltern bis hin zur ersten Teilnahme an der Bundestagswahl 1980, an der auch die Grünen erstmals kandidierten. Schelzke-Deubzer hatte ein Original-Wahlplakat aus dem Jahr 1979/80 dabei mit dem Slogan „Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt“. An dem Spruch habe sich bis heute nichts geändert. „Umso mehr freut es mich, dass junge Menschen heute wieder auf die Straße gehen“, so die Kandidatin.

In Kemnath gebe es noch vieles voranzubringen, besonders freue sie sich, dass so viele Frauen für die Liste gewonnen werden konnten. „Frauen bringen einen anderen Blick mit hinein“, sagte Schelzke-Deubzer.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.