20.11.2019 - 15:13 Uhr
KemnathOberpfalz

20 Jahre "Just for Joy"

Mit einem abwechslungsreichen Festkonzert in der Kemnather Stadtpfarrkirche feierte der Gospelchor "Just for Joy" zwei Jahrzehnte Freude am Singen von geistlichen und weltlichen Liedern. Der Konzertabend begann furios.

von Katrin Zapf (kaz)Profil

Singend zogen die 22 Sängerinnen und Sänger mit Chorleiterin Andrea Kick ins voll besetzte Gotteshaus ein. "I'm singing just for joy" trällerte die Truppe, als sie sich im Altarraum positionierte. Stadtpfarrer Thomas Kraus begrüßte den Chor und die zahlreichen Zuhörer. Er gratulierte zum 20. "Geburtstag" und wünschte "alles erdenklich Gute und weiterhin viel Freude beim Singen".

"Wer singt, der betet doppelt", zitierte Kraus eine alte Kirchenweisheit und dankte dem Chor für die vielen musikalischen Einlagen in der Vergangenheit. Gleichzeitig freue er sich auf viele Auftritte in der Zukunft.

In einem einmaligen, eigens für das Jubiläumskonzert konzipierten Programm bereitete der Chor sich und den Besuchern ein stimm- und klanggewaltiges Geburtstagsgeschenk. Der Clou: Jedes Chormitglied durfte sich sein persönliches Lieblingslied der vergangenen zwei Jahrzehnte aussuchen. Chorleiterin Andrea Kick bastelte dann aus den Liederwünschen ein abwechslungsreiches Konzertprogramm.

Vor Auflösung gerettet

Mit einem Block, bestehend aus vier klassischen Gospelsongs, wurden die Zuhörer vom ersten Ton an mitgerissen. Voller Freude und Leidenschaft sang das Ensemble unter anderem "What a happy day", "Come let us sing" und "Lord reign in me".

Im "Afrika-Block" brachte die Gruppe den Zuhörern den faszinierenden Rhythmus des schwarzen Kontinents nahe. Mit "Shosholza" schallte ein Hauch Afrika durch die Stadtpfarrkirche. In ihrer mitreißenden Begeisterung gelang es den Sängern, die zahlreichen Besucher zum Mitklatschen und Mitschwingen zu animieren. Beim Stück "Humba Majea" bat Kick die Zuhörer, mitzusingen. Innerhalb weniger Minuten waren die Gesangsparts mit dem Publikum einstudiert. Das Ergebnis: Ein sehr imposantes, dreistimmiges Gesamtkunstwerk. Für einen stimmungsvollen Rhythmus und instrumentale Akzente sorgten während des gesamten Konzerts sechs Musiker: Clemens Rauch (Piano und Djembe), Gerlinde Fürst (Gitarre und Malinke), Robert Baier (Gitarre und E-Gitarre), Karin Popp (Querflöte und Percussion), Thomas Völkl (Cajon und Piano) und Birgit Kastl (Djembe).

Mit weltlichen Hits ging es in die nächste Runde. In der Pop-Ballade "Ain't no mountain high enough" übernahm Nadine Prechtl einen Solopart. Rockig und voller Leidenschaft sang Udo Reger die erste Strophe von "Nothing Else Matters", der Metallband "Metallica".

Bevor es in den letzten Part ging, warf ein Chormitglied einen Blick zurück auf die Anfänge: 1996 hat der evangelische Pfarrer Matthias Vogt einen Gospelchor für die evangelische Kirchengemeinde gegründet. Als die Gruppe im November 1999 vor der Auflösung stand, übernahm Andrea Kick die Führung. Seitdem probt der Chor am Sonntagabend im Kemnather "Spital".

Stehende Ovationen

Die letzten Lieder handelten von "Händen und Armen". "In Gottes Armen können wir uns geborgen fühlen", sagte die Sprecherin. Im Stück "In your arms" übernahmen Carola Reger und Nadine Prechtl einen Solopart. Noch bevor beim Stück "Let us stand hand in hand" der letzte Ton verklang, applaudierten die Zuhörer als Zeichen der Anerkennung. Stehende Ovationen waren schließlich der verdiente Lohn für fast zwei Stunden Hörgenuss. Nach einem mit dem Publikum gemeinsam gesungenen Segenslied revanchierte sich der Chor mit zwei Zugaben ("Oh happy day" und "Shout Amen"), bevor er dann singend wieder aus der Kirche auszog.

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