01.02.2019 - 15:34 Uhr
KemnathOberpfalz

40 Erstspender oder mitarbeiten

Die Anzahl der Erstspender beim Blutspenden zunehmen, damit Menschen auch in Zukunft geholfen werden kann. Eine Wette zwischen dem Kemnather Bürgermeister und der BRK-Bereitschaftsleiterin soll dafür sorgen.

„Top, die Wette gilt!“, mit diesen Worten, per Handschlag und mit mit erhobenem Daumen schließen Bürgermeister Werner Nickl für die Stadt Kemnath und BRK-Bereitschaftsleiterin Kristina Konz eine Wette ab, die beiden eine Herzensangelegenheit ist.
von Michael DenzProfil

Per Handschlag ging Rathauschef Werner Nickl, der für die Stadt antritt, auf die von der Kristina Konz angeregten Wette der "herzlichen Art" ein. Er soll die Bürger animieren, zur Blutspende zu gehen. Insgesamt 40 Erstspender sollen im April zum Aderlass in die Kemnather Mittelschule erscheinen.

Nickl sieht in einer Blutspende "ein wichtiges Zeichen der Mitmenschlichkeit und ein Zeichen gegen Gleichgültigkeit". Sollte im April die Zahl der Erstspender nicht erreicht werden, so verpflichtete sich Nickl, beim übernächsten Termine im Juli eine Stunde als Helfer mitzuwirken. Er würde dem BRK-Team auch mehrere Stunden bei der Durchführung der Blutspende" zur Verfügung stehen, meinte Nickl spontan.

Sollte er allerdings kräftig genug die Werbetrommel rühren und die Wette gewinnen, dann richten die ehrenamtlichen Rotkreuzler für die Stadt Kemnath einen kostenfreien Ersthelferkurs aus. Entweder für 15 ihrer Mitarbeiter einen vollständigen Erste-Hilfe-Kurs oder einen umfangreichen Ersthelfer-Marathon für alle angemeldeten Mitarbeiter, erklärte Konz.

"Blut rettet Leben und schenkt Menschen das Überleben." Mit diesen Worten unterstrich Nickl die Wichtigkeit der Blutspende. Wie die Bereitschaftsleiterin ausführte, werde rund die Hälfte der Blutkonserven für die Behandlung von Schwerkranken und deren Therapien benötigt. Lediglich zwölf Prozent seien zur Versorgung von Patienten nach Verkehrs-, Arbeits-, Freizeit- und Haushaltsunfällen nötigt.

Laut der Statistik des Blutspendedienstes belege der BRK-Kreisverband Tirschenreuth bei der Spenderbeteiligung im Vergleich zu anderen Kreisen und Großstädten Bayerns seit Jahren vordere Ränge, wusste Konz. Jedoch gebe es noch Potenzial nach oben.

Hintergrund :

760 Spender bei vier Terminen

2018 richtete die BRK-Bereitschaft Kemnath gemeinsam mit dem Blutspendedienst des Roten Kreuzes insgesamt vier Blutspenden in den Räumlichkeiten der Kemnather Mittelschule aus. In der Summe waren dabei 760 Personen zum „Blutabzapfen“ gekommen. Darunter befanden sich 42 Erstspender. An allen vier Terminen leisteten die Ehrenamtlichen rund 300 Helferstunden.

Wie die Leiterin des Sozialdienstes der BRK-Bereitschaft Kemnath, Patricia Oettl, weiter informierte, erfolgten im Frühjahr und im Herbst die Altkleidersammlungen in den Gemeindebereichen Kemnath und Kastl. „Dabei kamen etliche Anhänger an gebrauchter Kleidung, Bettwäsche und Schuhen zusammen.“ Zudem sei im Vorjahr auch die Gymnastik für Senioren, die sich großer Beliebtheit erfreue, regelmäßig angeboten worden.

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