05.08.2020 - 10:43 Uhr
KemnathOberpfalz

„Adeliges Landleben“ im Heimatmuseum Kemnath

An den Brand des Wolframshofer Schlosses im November 1920 (Bild), aber auch an viele weitere Aspekte der Familiengeschichte der Freiherren von Lindenfels im 19. und 20. Jahrhundert erinnert eine Ausstellung im Kemnather Museum, die ab Sonntag, 9. August, nach telefonischer Anmeldung besucht werden kann.
von Bernhard PiegsaProfil

„Welcome back“ – willkommen zurück: So begrüßen sich Freunde in den USA, wenn sie einander lange nicht gesehen haben. Auch der Heimatkundliche Arbeits- und Förderkreis (HAK) freut sich darauf, ab Samstag, 9. August, nach einer halbjährigen Zwangspause wieder recht viele Freunde der Stadt- und Regionalgeschichte in seinem „Museumseck“ an der Trautenbergstraße willkommen heißen zu können, auch wenn einstweilen noch eine Anmeldepflicht gilt.

Als Wiedersehensgeschenk gibt es eine neue Sonderausstellung: Unter dem schlicht-gediegenen Titel „Schlossleben – Herrschaft und Gut Wolframshof in frühen Fotografien“ gewährt das Heimat- und Handfeuermuseum in der Fronveste Einblick in die Familienalben der Freiherren von Lindenfels und die bewegte Geschichte ihres Schlosses Wolframshof bei Kastl im 19. und 20. Jahrhundert. Historische Fotografien und Dokumente geben Impressionen vom Alltag des adeligen Landlebens im Kemnather Land. Die Ausstellung, die das HAK-Museumsteam mit Tatjana Guth, der Tochter des letzten Wolframshofer Barons Max Wolf von Lindenfels, und Christiane von Sobbe, einer Großcousine seiner Gattin Christa von Lindenfels (Ch. von der Schulenburg), gestaltet hat, gliedert sich in folgende Themenfelder: Schloss – Inneneinrichtung des Schlosses – Familie – Gutshof.

Vor allem das verheerende Schlossfeuer vom 22. November 1920 – das zweite innerhalb von 62 Jahren – und der anschließende durchgreifende Umbau des Gebäudes sowie das edle Mobiliar, zu dem für etliche Jahre der erste bei Steingraeber in Bayreuth gefertigte Flügel zählte, werden ausführlich dokumentiert. Die Ausstellung in der Fronveste, Trautenbergstraße 36, kann ab 9. August bis 22. November besucht werden. Hierfür ist eine Anmeldung bei Hans Rösch, Telefon 09642/8396, erforderlich (die Besucher werden in Kleingruppen von vier bis fünf Personen durch das Museum geführt). Der Eintritt ist frei. Bitte Mund-Gesichts-Masken nicht vergessen. Es gelten die allgemeinen Hygienevorschriften. Die üblichen Sonntagsöffnungen für „jedermann“ entfallen bis auf weiteres.

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