01.06.2018 - 11:22 Uhr
KemnathOberpfalz

Allerheiligste durch die Straßen getragen

Die Botschaft „Kirche unterwegs!“ setzen am Fronleichnamstag viele Kemnather eindrucksvoll in die Tat um. Bei sonnigem Wetter ziehen sie in einer langen Fronleichnamsprozession durch die Straßen der Stadt.

Am dritten Altar beim Pfarrheim am Schützengraben spendet Stadtpfarrer Konrad Amschl mit der Monstranz den sakramentalen Segen.
von Josef ZaglmannProfil

(jzk) Die katholischen Christen zeigen dabei in eindrucksvoller Weise, was sie wirklich sind: Leib Christi durch die Liebe Gottes, der seinen Sohn für die Menschen hingab.

Die vier Altäre waren in diesem Jahr bei Daubenmerkl auf dem Stadtplatz, am Gesellenhaus, am Pfarrheim im Schützengraben und bei Elmar Bayer am Cammerloherplatz aufgebaut. Schon in den frühen Morgenstunden hatten der Frauenbund, die Kolpingfamilie, der Arbeitskreis Kindergottesdienst, die Tischmütter und die KAB farbenprächtige Blumenteppiche mit eucharistischen Motiven vor die Altäre gelegt.

Die Stadtkapelle Kemnath führte die lange Prozession an. Die Musikanten spielten feierlicher Prozessionsmärsche. Es folgten die Fahnabordnungen von mehreren kirchlichen und weltlichen Vereinen, einige Stadträte mit den beiden Bürgermeistern Werner Nickl und Hermann Schraml sowie die Kirchen- und Pfarrgemeinderäte. Die Kommunionkinder nahmen letztmals in ihren Kommunionkleidern, aber ohne Kerzen teil. Auch einige Kinder aus der Kita „Li-La-Löhle“ marschierten in der Prozession mit. Alle Jungs und Mädchen erhielten kostenlos kleine Fähnchen in den Kirchenfarben. Freiwillige Helfer schoben die alten und behinderten Menschen in ihren Rollstühlen. Feuerwehrmänner hatten die Straßen abgesperrt und sorgten für einen reibungslosen Verlauf der Prozession. Der Prozessionsweg war mit Birken gesäumt. Die meisten Anwohner hatten ihre Häuser mit Fahnen, Blumen oder Fenstertüchern geschmückt. Beschirmt von einem Baldachin trugen Stadtpfarrer Konrad Amschl und Pfarrvikar Dr. Joseph Meenpuzhackal abwechselnd das Allerheiligste in einer kostbaren Monstranz. Die vier Himmelträger waren Andreas Gallei, Albert Schreyer, Peter Ferner und Eugen Zeitler.

Auf dem Weg zu den Altären betete Hans Steinkohl die Gebetsrufe vor, Kantor Josef Zaglmann sang die Christusrufe. Mit den ausgeteilten Liedtexten konnten die Gläubigen gut mitsingen.

Traditionsgemäß war der Blumenteppich vor dem dritten Altar beim Pfarrheim von den Tischmüttern mit Motiven des diesjährigen Erstkommunion-Themas „Jesus - die Brücke ins Leben“ versehen worden. Dort beteten einige Erstkommunionkinder die Fürbitten. Das Sakramentsgebet wurde abwechselnd in deutscher und in lateinischer Sprache angestimmt. Beim eucharistischen Segen schossen die Böllerschützen auf den Altanen des Kirchturms Salut.

Die feierliche Prozession endete in der Stadtpfarrkirche mit der Einsetzung des Allerheiligsten und dem Lied „Großer Gott, wir loben dich“, zu dem der Kirchenchor einen Überchor sang.

Vor der Prozession hatte Stadtpfarrer Konrad Amschl in der Stadtpfarrkirche einen Festgottesdienst zelebriert. Chorleiter Josef Zaglmann begleitete die lateinische Festmesse und die Lob- und Dankgesänge auf der Orgel. Die Soli sang Christina Hann. Mit einem Frühschoppen im Gasthof Kormann klang der Festtag auf.

Am vierten Altar bei der Bäckerei Bayer spendet Pfarrvikar Dr. Joseph Meenpuzhackal mit der Monstranz den sakramentalen Segen.

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