29.01.2019 - 14:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Arbeitspensum macht sprachlos

Etliche Aus- und Weiterbildungen absolvieren die Mitglieder der Kemnather BRK-Bereitschaft im vergangenen Jahr. Dazu kamen viele Ersthelferkurse. Doch vor allem bei Sanitätsabsicherungen waren die Kräfte gefordert.

Über anderthalb Stunden wird beim Jahresauftakt 2019 der BRK-Bereitschaft Kemnath über zurückliegende und bevorstehende Themen informiert.
von Michael DenzProfil

Als "ein Auf und Ab mit Stress und Ruhe" beschreibt Bereitschaftsleiterin Kristina Konz 2018. Nach Gedenken an verstorbenen Mitglieder präsentierte sie im restlos gefüllten Versammlungsraum des Rotkreuzhauses einen umfassenden Bericht. Bei den Absicherungen bei größeren Veranstaltungen erwähnte Konz in Waldeck den Faschingszug, Schlossberglauf und das Theater am Schlossberg, den Schlossberglauf, ebenso das Kemnather Candlelight-Shopping, Schul- und Wiesenfest, die Ausbildungsmesse sowie Veranstaltungen von Firmen und Vereinen. Bei den Kemnather Passionsaufführungen seien an acht Abenden jeweils sechs Helfer vor Ort gewesen."

Im Steinwald unterstützten Kräfte aus Kemnath die Erbendorfer beim Bürgerfestes und einem Stoppelfeldrennen. "Das gegenseitige Aushelfen bei Absicherungen mit Personal klappt reibungslos", lobte Konz die umliegenden Rotkreuz-Bereitschaften. Erneut begleitete man die Wallfahrt von Waldeck nach Fuchsmühl. Harald König und Bernhard Phillip hatten die Erste Hilfe während der Wallfahrt von Kastl nach Gößweinstein übernommen.

Geld für Bereitschaftsräume

Das von Vereinen und Firmen gespendete Geld diene der Renovierung der Bereitschaftsräume. Auch seien damit eine neue Sofaecke für den Nachwuchs und Ausbildungsutensilien angeschafft worden. Ebenso seien der Bereitschaft gut erhaltene Umkleidespinte gespendet worden.

Bereitschaftsabende hatten unter anderem die "Rezertifizierung der Frühdefibrilation", Digitalfunk, Dokumentation von Sanitätsdiensten und Einsätzen und Einsatztaktiken zum Thema. Um die Kennzeichnung der Rettungskräfte bei größeren Schadenslagen dreht sich im Allgäu ein mehrtägiges Fachsymposium über Großunfälle, an dem acht Mitgliedern teilnahmen. Zudem referierte ein Polizist über die Zusammenarbeit, die Fachgruppe "UAS" des Kreisverbandes stellte den Kemnathern die Drohne ausführlich vor.

Von einem "sehr aufregenden Jahr" sprach taktische Leiterin Lisa Deglmann. Sie erwähnte Geräteeinweisungen, mehrere Übungen und Einsätze. Zudem habe man eine Eisrettungsübung der Wasserwacht Kemnath begleitet und bei einer Übung im BRK-Seniorenwohn- und Pflegeheim der Feuerwehr Kemnath den Floriansjüngern über die Schulter geschaut.

Wie Konz weiter ausführte, fand in Kemnath der "Grundlehrgang Betreuung" statt, den auch neun Mitglieder besuchten. Des Weiteren qualifizierten sich zwei als Notfallsanitäter, ein Mitglied durchlief die Ausbildung zum "Truppführer und Gruppenführer für San-Dienst". Ebenfalls im Fachbereich "CBRNE" (chemische, biologische, radiologische, nukleare und explosionsgefährdete Stoffe) wurden mehrere Übungen absolviert. 23 Mitglieder seien für den Ernstfall mit der Ausrüstung bestens vertraut. Weiterhin berichtete Konz von vier Neuaufnahmen.

Zu den Ehrenamtlichen gehören ein Sanitätsausbilder, sechs Ausbilder für Erste-Hilfe und vier für Erste-Hilfe am Kind/Kleinkind. Neben 27 Ersthelferkursen sind laut Konz in Kindergärten, Schulen und sozialen Einrichtungen "Trau Dich"-Kurse abgehalten worden. Fünf Mitglieder arbeiteten hauptamtlich im Rettungsdienst. An freien Tagen und am Wochenende seien zudem acht Ehrenamtliche im öffentlichen Rettungsdienst tätig. Im Einsatz waren die Kemnather beim Transport von Personen bei der Evakuierung des Altenheimes in Neustadt/WN und in Alarmbereitschaft bei der "Terrorlage in Weiden im April". Etliche Kräfte nahmen zudem am Helfertag in Tirschenreuth teil. Der nächste ist laut Kreisbereitschaftsleiter Christian Stahl am 27. April in Konnersreuth. Er hob das gute Miteinander mit den örtlichen Feuerwehren und den umliegenden BRK-Bereitschaften sowie "die gute Vernetzung zwischen den haupt- und ehrenamtlichen Kräften" hervor.

Viele Ersthelferkurse

Bürgermeister Werner Nickl dankte den Versammelten für ihre "guten Taten und Werke" im Hintergrund. "Ein solch umfassender Bericht mit wahnsinnig wichtigem Inhalt macht mich schon fast sprachlos." Stellvertretender Kreisgeschäftsführer Sven Lehner diagnostizierte eine "wahnsinnig hohe Anzahl an Ersthelferkursen." Zudem dankte er als Erbendorfer Bereitschaftsleiter für die gute Zusammenarbeit das ganze Jahr über.

Im Ausblick kündigte Konz einen Lehrgang "Technik und Sicherheit" in Kemnath an. Auch werde neue Dienst- und Einsatzkleidung beschafft. "Etliche Termine und Absicherungen stehen bereits wieder im Dienstplan." Die Kemnather Bereitschaft heute zudem auf 95-jähriges Bestehen zurückblicken.

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