06.12.2019 - 14:36 Uhr
KemnathOberpfalz

Das Auge isst mit

Barbara Michalski bereitete mit den Müttern im Familienzentrum Mittendrin in Kemnath gesunde und schmackhafte Breikost zu.

Barbara Michalski (hinten stehend) bereitete mit den Müttern gesunde und schmackhafte Breikost zu.
von Josef ZaglmannProfil

"Die richtige Ernährung ist für die Entwicklung Ihres Kindes von sehr großer Bedeutung", schärfte Diätassistentin Barbara Michalski aus Hatzenreuth bei Waldsassen den jungen Müttern ein. Beim Kochkurs "Von der Milch zum Brei" zeigte sie den Kursteilnehmerinnen, wie einfach es ist, gesunde Babynahrung selbst herzustellen. Es war der dritte Kurs in der fünfteiligen Vortragsreihe Kindergesundheit im Familienzentrum Mittendrin. Dabei bekamen die Teilnehmer viele Tipps zum Herstellen und Füttern von frischer Breikost.

Zuerst gab Michalski allgemeine Hinweise für erste Breie. "Gemüsebreie nicht salzen oder pfeffern", warnte sie, "Salz ist zu belastend für die Nieren des Kindes." Es sei völlig ausreichend, im ersten Lebensjahr vier bis fünf Gemüsesorten anzubieten: Möhren, Zucchini, Kürbis, Fenchel, Kohlrabi, Brokkoli oder Blumenkohl. Wichtig sei die Zugabe von Pflanzenöl, so werden die fettlöslichen Vitamine gelöst. Die Fleischmenge sollte 20 bis 30 Gramm im Mittagsbrei enthalten. Eine Alternative zum Fleischkochen sind Gläschen mit reiner Fleischzubereitung. Praktische Empfehlungen gab Michalski für Baby-Breie vom fünften bis zum zwölften Monat und nach dem ersten Lebensjahr zum Frühstück, Mittagessen, als Zwischenmahlzeit und zum Abendessen.

Besonderen Wert sollten die Eltern auf das Anrichten der Speisen legen. "Kinder essen mit allen Sinnen, sie lieben alles, was farbig ist." "Worin besteht der Wert von sogenannten Kinderlebensmittel?" und "Welche Produkte sind empfehlenswert?" waren wichtige Fragen, die die Referentin beantworten musste.

"Wasser ist der ideale Durstlöscher, gesüßte Getränke und Fruchtsäfte verursachen sehr oft Karies." "Mit gekochtem Obst beginnen, denn es ist leichter zu verdauen", meinte sie, "Erdbeeren, Kiwi und Zitrusfrüchte vertragen viele Babys nicht und oft bekommen sie davon einen wunden Po. Obst- und Getreidebreie sollten nicht mit Honig gesüßt werden, denn das kann im schlimmsten Fall einen Säuglingsbotulismus auslösen.

Mit den Teilnehmerinnen bereitete Barbara Michalski Babybreie zu. Dazu hatte sie mehrere Rezepte mitgebracht, von denen die jungen Muttis einige ausprobieren durften: Gemüsebrei mit Fisch, Fenchel-Kartoffel-Hirse-Brei und Risottoreis mit Brokkoli-Möhren-Gemüse. "Bereiten Sie gesunde Mahlzeiten zu, die die Kinder auch wirklich gerne essen." Die Gerichte sollen vollwertig und einfach in der Zubereitung sein. Nicht vergessen werden dürfe die Allergieprävention. Dem kostenlosen Rezeptheft konnten die Mütter weitere Rezepte entnehmen, beispielsweise für einen Milch-Getreide-Brei, Zucchini-Hähnchen-Topf und eine Grünkernsuppe.

Beim praktischen Teil musste das Gemüse zuerst geschnitten und gewaschen werden. Dann wurde es 20 bis 30 Minuten gekocht und püriert. Beim Verkosten schmeckte es allen prima. Wer mochte, konnte die Reste mit nach Haus nehmen.

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