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25.09.2018 - 16:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Ausbildungsmesse Kemnath am 29. September erweitert Branchenspektrum

Im Kemnather Schulzentrum können sich künftige Schulabgänger informieren, wohin der berufliche Weg für sie führen könnte. Das Angebot der mittlerweile elften Ausbildungsmesse ist sowohl umfangreich als auch attraktiv.

von Josef ZaglmannProfil

Vor wenigen Wochen hat das neue Schuljahr 2018/19 begonnen. Aber schon jetzt müssen die Schulabgänger die Weichen für ihre berufliche Zukunft stellen. Die mittlerweile elfte Ausbildungsmesse in Kemnath soll den jungen Menschen bei ihrer Berufswahl helfen und sie bei der Suche nach einem für sie geeigneten Ausbildungsplatz unterstützen. Sie findet am Samstag, 29. September, von 9 bis 13 Uhr im Kemnather Schulzentrum statt, auch heuer wieder in beiden Bildungsstätten, nämlich in der Realschule sowie in der Grund- und Mittelschule. Das bedeutet mehr Platz für die Aussteller, die ihre Stände noch großzügiger planen und die Berufsbilder noch besser präsentieren können.

Flyer Ausbildungsmesse (Vorderseite)

Flyer Ausbildungsmesse (Rückseite)

Die beiden Schulleiter Christine Wiesend (Grund- und Mittelschule) und German Helgert (Realschule) freuen sich, Gastgeber für diese Veranstaltung zu sein. Für sie ist die Messe eine ideale Ergänzung zum berufsvorbereitenden Unterricht.

Veranstalter sind die Wirtschaftsförderung und das Bildungsmanagement im Landkreis Tirschenreuth in Zusammenarbeit mit der Stadt Kemnath, der Agentur für Arbeit, der Handwerkskammer Regensburg, dem Arbeitskreis Schule-Wirtschaft und den örtlichen Schulen.

„Wir müssen alles daran setzen, unseren jungen Menschen Ausbildungs- und Beschäftigungschancen hier in unserer Region zu bieten“, betont Projektleiter Hilmar Fütterer. Er legt großen Wert darauf, dass aus der bisherigen Ausbildungs- eine Bildungsmesse wird.

84 Aussteller aus den Bereichen Industrie, Handwerk, Ausbildung, Dienstleitung und Weiter- und Hochschulbildung haben sich angemeldet. „Damit haben wir unsere Kapazitätsgrenze erreicht“, erklärt Martin Faget. „Mehr Info-Stände sind in Kemnath nicht möglich.“

Diese Unternehmer und Institutionen zeigen, was es aktuell an Möglichkeiten für Schulabgänger in der Region gibt. „Das Branchenspektrum konnte in diesem Jahr noch einmal erweitert werden“, freute sich Projektleiter Fütterer. Die bisherigen Aussteller waren mit den Räumlichkeiten, der Organisation und der Betreuung im Kemnather Schulzentrum sehr zufrieden. Erstmals sind heuer das staatliche Institut zur Ausbildung von Dachlehrern und die „Haarmacherei“ dabei.

Schulamtsdirektor Rudi Kunz freute sich, dass in Kemnath die Verzahnung von Schule und Wirtschaft so gut funktioniert. „Wir wollen unsere Region für junge Arbeitskräfte attraktiv machen, damit sie nicht in die Ballungszentren abwandern“ betont er.

Orientierung bei der Berufswahl

Durch Veranstaltungen wie der Ausbildungsmesse in Kemnath sollen auch wertvolle Fachkräfte in der Region gehalten werden. Künftige Schulabgängern sollen einen Beruf finden, der für sie am besten geeignet ist.

Rosige Zeiten herrschen derzeit auf dem Arbeitsmarkt für Schulabgänger. Seit der ersten Ausbildungsmesse in Kemnath hat sich das Verhältnis von Arbeitsplätzen und Arbeitssuchenden grundlegend gewandelt. Waren vor ein paar Jahren Ausbildungsplätze heiß begehrt, so so ist es jetzt genau andersrum. Viele Betriebe kämpfen um Azubis, betreiben intensiv Werbung für bestimmte Ausbildungsplätze und organisieren Schnupperkurse.

Die elfte Ausbildungsmesse richtet sich an Schüler der Förder-, Mittel- und Realschule und ihre Eltern. Ihr Ziel es, möglichst allen jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen. Sie sollen den Beruf finden, der ihnen gefällt und für den sie am besten geeignet sind. Das muss aber nicht immer der ins Auge gefasste Traumberuf sein.

„Diese Messe soll jungen Menschen in der Region eine Orientierung bei der Berufswahl geben und ihnen eine Perspektive aufzeigen, dass sie in ihrer Heimat bleiben können“, betont Projektleiter Hilmar Fütterer. Sie ist eine wesentliche Maßnahme gegen die drohende Abwanderung und den Verlust von Fachkräften in der Region. In diesem Jahr soll der Eventcharakter eine noch größere Rolle spielen.

An den Infoständen werden die Themen erlebbar gestaltet. Es werden aktuelle Berufsbilder präsentiert, denn in manchen Berufen hat sich in den letzten Jahren viel geändert. Diese Messe sollte auch einen Beitrag zur Inklusion leisten, ganz besonders im Hinblick auf die wachsende Zahl von Asylanten. Diese Messe soll für beide Seiten eine Ideenfabrik sein. Der aktive Austausch zwischen Besuchern und Ausstellern muss auch heuer wieder im Vordergrund stehen.

Ablauf

Nach der Eröffnung um 9 Uhr können die Schüler mit ihren Eltern zum ausgeschilderten Rundgang durch die Klassen- und Fachräume der beiden Schulen starten. In den kleinen Räumen sind fundierte Beratungsgespräche viel leichter zu führen als in der großen Mehrzweckhalle mit einem weitaus höheren Lärmpegel.

Mitglieder der Schülermitverwaltungen von Real- und Mittelschule sorgen in bewährter Weise für das leibliche Wohl der Gäste. Ganz bewusst werden auch in diesem Jahr keine Schulbusse eingesetzt. Es hat sich nämlich bewährt, dass die Eltern ihre Kinder herbringen, mit ihnen gemeinsam die Ausbildungsmesse besuchen und sich dort gezielt beraten zu lassen. Auf den Schulparkplätzen und dem Pausenhof stehen kostenlose Parkplätze in ausreichender Zahl zur Verfügung. Selbstverständlich ist der Eintritt auch in diesem Jahr frei.

Die Ausbildungsmesse wurde 2008 mit 32 Ausstellern und 2000 Besuchern gestartet. Heuer haben sich 84 Aussteller angesagt – 11 mehr als im Vorjahr. Die Organisatoren erwarten über 4000 Besucher. Die kommen nicht nur aus dem Landkreis Tirschenreuth, sondern auch aus den Landkreisen Neustadt/WN und Bayreuth. Aus diesen drei Landkreisen kommen die Schüler in das Schulzentrum Kemnath.

 

 

 

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