23.07.2019 - 17:23 Uhr
KemnathOberpfalz

Brand bei Kemnath: 25 Rinder sterben in Flammen

Ein Großaufgebot an Feuerwehren eilte am Dienstagmittag nach Oberneumühle bei Kemnath zum Brand einer Stallung. Für einen Großteil der dort untergestellten Rinder kommt ihre Hilfe zu spät.

von Jürgen MaschingProfil

Es war gegen 11.45 Uhr, als ein Landwirt im Kemnather Ortsteil Oberneumühle mit seinem Traktor in seinen Stall fuhr, dabei bemerkte der 42-Jährige Rauchentwicklung. Über 180 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus dem Landkreis Tirschenreuth (Reuth bei Kastl, Fortschau/Kuchenreuth, Kastl bei Kemnath, Guttenberg, Löschwitz/Kaibitz, Waldeck, Atzmannsberg, Köglitz, Kemnath und Schönreuth) sowie aus den benachbarten Landkreisen Neustadt/WN und Bayreuth, Rettungsdienst und THW wurden alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand die Scheune bereits in Vollbrand. Ein angrenzendes Wohnhaus war in Gefahr, "so konzentrierte man sich erstmal auf dieses", erklärte Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther. Das Wohnhaus konnte gerettet werden und erlitt nur leichten Rauchschaden. Die Scheune, in der sich circa 90 Rinder befanden, stürzte nach kurzer Zeit ein. Mehrere Tiere hatten bereits den Weg ins Freie gefunden. Nach ersten Schätzungen verendeten aber etwa 25 Tiere.

Der 65-jährige Seniorlandwirt erlitt einen Schock und wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Drei weitere Familienangehörige wurden vor Ort vom BRK betreut, auch sie erlitten einen leichten Schock. Die Schadenshöhe an dem vollständig abgebrannten Gebäude dürfte sich nach ersten Schätzungen auf etwa 400 000 Euro belaufen, wie die Polizei berichtet. Erschwerend zum Brand war noch die Hitze von über 30 Grad. Das Feuer entzündete sich aus bislang noch unbekannten Gründen im Bereich des über dem Stall befindlichen Strohlagers. Die weiteren Ermittlungen übernimmt die Polizeiinspektion Kemnath.

Im Einsatz waren insgesamt rund 40 Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes der Kreisverbände Tirschenreuth und Neustadt/Weiden, Einsatzleiter Rettungsdienst Stefan Kloos koordinierte den Einsatz vor Ort mit Unterstützung der Abschnittsleiter Christian Stahl und Sven Lehner. Der Rettungsdienst war mit drei Rettungswagen aus Kemnath, Eschenbach und Tirschenreuth sowie ein Fahrer und Notarzteinsatzfahrzeug aus Kemnath vor Ort, ebenso die Fachgruppe UAS (Unmanned Aerial System, sprich Drohne).

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