"Oft hören wir Jammergesänge über zu viel Fruchtbarkeit, aber keinen echten Dank für eine gute Ernte", bedauerte Pfarrer Konrad Amschl im seiner Predigt beim Erntedankgottesdienst in der Stadtpfarrkirche. Millionen werden ausgegeben, um zu reichliche Ernten zu vernichten, um die Preise stabil zu halten. Große Teile werden zu Viehfutter verarbeitet, obwohl in anderen Teilen der Erde Menschen nach Getreide hungern. "Die Wertschöpfung von Getreide und Mais ist bei uns größer, wenn sie als Biomasse zur Energieerzeugung verwendet als zu Lebensmittel verarbeitet wird", gab der Geistliche zu bedenken.
Ein gefüllter Tisch sei aber nicht selbstverständlich. Trotz aller menschlichen und technischen Leistungen sei es auch heute etwas Wunderbares, das Wachsen und Gedeihen der Früchte zu erleben. "Dafür sollten wir Gott dankbar sein", forderte Amschl. Dazu passten die Chorsätze "Vergiss nicht zu danken dem ewigen Herrn" und "Nun danket alle Gott", die der Kemnather Kammerchor unter Leitung von Josef Zaglmann vortrug. Die Familienmesse hatte Gemeindereferent Jochen Gößl ebenfalls unter das Thema "Erntedank" gestellt .Neben dem Volksaltar stand ein prächtiger Erntedankaltar, den wieder die KAB gestaltet hatte. Wenn er abgebaut wird, erhält die Mitterteicher Tafel die den Pfarrangehörigen angelieferten Erntegaben.
Zum 28. Mal boten am Erntedanksonntag Ministranten vor und nach den Gottesdiensten in der Kirche Minibrote zum Kauf an. Mit dem Kauf dieser Brote konnten die Gottesdienstbesucher ihre Solidarität mit ihren Mitmenschen in den Entwicklungsländern beweisen. Gößl hatte die Aktion zugunsten der Mission organisiert.















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