05.11.2019 - 14:42 Uhr
KemnathOberpfalz

Ehrenamt als Bereicherung

Große Leistungen verdienen Anerkennung und einen würdigen Rahmen. Eingeladen hatte der CSU-Kreisverband die Ehrenamtlichen aus der Region. Den Anlass, allen in Kemnath Danke zu sagen, nutzte auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner.

von Werner RoblProfil

Eingebunden war die Veranstaltung in die "Kommunalen Zukunftswochen", die vor wenigen Wochen gestartet sind. Die Veranstaltung eröffnete stellvertretender Landrat Roland Grillmeier. "Von A bis Z ist alles vertreten, was unser Landkreis an Ehrenamtlichen aufzubieten hat." Das Thema stehe für die Entwicklung des Landkreises, der ein Landkreis des Ehrenamtes sei. "Wir können stolz auf unsere Ehrenamtlichen sein. Wir sind gut aufgestellt", verwies Grillmeier auf die zahlreichen, zum Teil auch uniformierten Gäste aus den Reihen der Vereine und Verbände. Mit den Vereinen sei der Landkreis groß geworden, schickte Grillmeier ein "Herzlich willkommen in der Kemnather Mehrzweckhalle" hinterher.

Aigner die Spitze

Bevor Ilse Aigner nach vorne gebeten wurde, traten Werner Nickl und Roman Schäffler ans Rednerpult. "Wenn ich so zurückblicke, hatten wir heuer einige Hochkaräter hier, die wir in Kemnath begrüßen durften. Sie, Frau Aigner, sind die Spitze", hob Bürgermeister Nickl an. An anderer Stelle sagte er: "Das Ehrenamt ist in Bayern durch nichts zu ersetzen. Es bedeutet dem anderen zu helfen." Roman Schäffler, Kämmerer und Vorsitzender der Kemnather Wehr sowie der designierte Nachfolger Nickls, hatte sich für die Feuerwehruniform als Abendgarderobe entschieden. "Ich bin Ehrenamtler durch und durch. Ich liebe das Ehrenamt", begründete er seine Entscheidung. Er fügte hinzu: "Die Gemeinschaft braucht Vereinsverrückte, damit das Ehrenamt funktionieren kann." Mit Blick auf die Vereine empfahl Schäffler zudem auch "ein gesundes Miteinander unter den Generationen".

Bereits beim Empfang an der Mehrzweckhalle hatte die Landtagspräsidentin verlauten lassen, dass sie sich Zeit nehmen werde, um mit den Gästen viele Worte zu wechseln. Immer wieder wurde Ilse Aigner angesprochen, Fotos wurden mit ihr geschossen. Die Landtagspräsidentin musste zahlreiche Hände schütteln. Unter großem Applaus betrat sie gut gelaunt die Bühne.

"Seele unseres Landes"

Bereits zu Beginn ihrer Rede ließ Aigner keinen Zweifel darüber aufkommen, dass auch sie sich vielfältig ehrenamtlich engagiere. "Ich musste nicht lange überlegen, ob ich heute zusage. Das Ehrenamt liegt mir am Herzen, weil ich weiß, dass es die Seele unseres Landes ist", bekannte sie. "Jedes Ehrenamt ist sehr wertvoll. Das Amt macht unser Land, unsere Gesellschaft auch aus und bildet das Salz in der Suppe. Ein herzliches Vergelt's Gott dafür, dass Sie sich einsetzen. Sie tun mehr als Ihre Pflicht."

Das Ehrenamt sei eine unglaubliche Bereicherung. "Dazu braucht es aber Leute, die Verantwortung übernehmen und bereit sind, Führungspositionen einzunehmen." Das alles sei nicht selbstverständlich. "Die geleisteten Stunden kann man nicht hoch genug schätzen."

Dazu gehöre auch Parteiarbeit, warb Aigner um den Einsatz im "Wurzelgeflecht" Kommunalpolitik. Mitreden und bürgerschaftliches Engagement in der Breite seien eine "Brückenarbeit mit gesundem Menschenverstand". Demokratie sei eine große Herausforderung, um sie stabil zu halten. "Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit."

Bürgernah bei Brotzeit

Mit dem Empfang wolle sie den Ehrenamtlichen eine Freude machen, betonte Aigner und ergänzte ein "Sichtbarmachen und Wertschätzen", was an Arbeit geleistet werde. "Nutzen Sie Ihre Kompetenz!" Aigner schloss mit einem afrikanischen Sprichwort: "Wenn du schnell gehen willst, dann geh' alleine, wenn du weit gehen willst, dann geh' gemeinsam." Damit war sie am Ende ihres dankbaren Plädoyers "pro Ehrenamt" angelangt. "Der Ehrenamtsempfang schreit nach Wiederholung", fügte Roland Grillmeier begeistert hinzu.

Bereit - als Dankeschön für die Zusage, nach Kemnath zu kommen - stand ein Stuhl mit dem Konterfei Aigners, der wenige Tage zuvor als Inklusionsprojekt "Kemnaths Kinderkunst" im Familienzentrum "Mittendrin" gestaltet worden war.

Ilse Aigner zeigte sich danach weiter bürgernah. Allen Ehrenamtlichen sagte die CSU-Politikerin noch einmal auch persönlich Dankeschön bei einer Brotzeit.

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