06.09.2021 - 12:05 Uhr
KemnathOberpfalz

Ehrungen zum 95-jährigen Jubiläum im Schuhhaus Schöpf

95 Jahre gibt es das Schuhhaus Schöpf am Stadtplatz in Kemnath. Das ist dieses Jahr aber nicht das einzige Jubiläum, dass das Geschäft feiert. Inhaberin Ulrike Scherm ehrte zwei Mitarbeiterinnen für ihre langjährige Tätigkeit.

Ulrike Scherm (Bildmitte) gratulierte Gabi Reichenberger (links) zum 40-jährigen und Annette Wöhrl (rechts) zum 20-jährigen Jubiläum.
von Josef ZaglmannProfil

Inhaberin Ulrike Scherm vom Schuhhaus Schöpf hatte jetzt die Gelegenheit zwei Mitarbeiterinnen für ihre langjährige Zugehörigkeit zum Geschäft zu ehren. Gabi Reichenberger aus Kemnath ist seit 40 Jahren Verkäuferin. "Du bist meine Superkraft, meine zweite Hälfte", lobte ihre Chefin, als sie ihr einen großen Blumenstrauß überreichte. Bei der Ehrung zeigte sie ihr ihren ersten Lohnzettel und den Berufs-Ausbildungsvertrag als Verkäuferin für die ersten zwei Jahre und als Einzelhandelskauffrau im dritten Lehrjahr.

Annette Wöhrl aus Waldeck dankte sie für ihre 20-jährige vertrauensvolle Zusammenarbeit. Beide Angestellten gaben das Lob gleich zurück. "Wir haben großes Glück, denn so eine gute Chefin hat man nicht alle Tage", versicherten sie. Das gute Betriebsklima ist sicherlich der Grund, dass beide dem Schuhhaus Schöpf so viele Jahre die Treue gehalten haben. Ulrike Scherm führt das Schuhgeschäft bereits in der dritten Generation. Ihre Großmutter Maria Schöpf gründete es im Jahr 1926. Schuh Schöpf kann also heuer das 95. Firmenjubiläum feiern. Ihr Großvater Georg Schöpf, der "Schöpfn Girgl", war Sattlermeister. Er war langjähriger SPD-Landtagsabgeordneter und ein guter Freund des ehemaligen Kemnather Landrats Valentin Kuhbandner. Besondere Verdienste erwarb er sich auch für den Kemnather Ritterbund, den er 1920 mitbegründete und dem er lange Zeit als Großmeister "Schöpf von Schöpfenstein" angehörte.

Gelernt hat Ulrike Scherm bei ihrer Mutter Martha Müller. 1975 begann sie die Lehre als Einzelhandelskauffrau. 1983 machte sie in der Abendschule in Bayreuth ihre Ausbildung zur Handelsfachwirtin bei der IHK. "Das war mehr als nur eine Ausbildereignungsprüfung", erinnerte sie sich. Scherm ist mit Leib und Seele Geschäftsfrau. "Besonders freut es mich, wenn ich netten Kunden mit meinem fachmännischen Rat beim Einkauf helfen kann", erklärte sie. Ans Aufhören denkt sie noch nicht. "Das 100-jährige Jubiläum möchte ich auf alle Fälle noch feiern", betonte sie.

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