Kemnath
24.07.2018 - 14:37 Uhr

Eigenes Leben mit Wüstenaugen sehen

Kamele gelten als genügsam. Daher könnte der Mensch von diesen Tieren viel für sein eigenes Leben lernen.

Das Kamel steht im Mittelpunkt der Betrachtungen beim ökumenischen Abendgebet. Kathrin Karban-Völkl und Robert Baier unterstützen mit ihren Instrumenten den Gemeindegesang. jzk
Das Kamel steht im Mittelpunkt der Betrachtungen beim ökumenischen Abendgebet. Kathrin Karban-Völkl und Robert Baier unterstützen mit ihren Instrumenten den Gemeindegesang.

Kemnath.(jzk) "Kraft finden in der Wüste des Alltags" war das Thema eines ökumenischen Abendgebets in der Stadtpfarrkirche. Für Menschen sei die Wüste ein eher unwirtlicher, trostloser Ort. Für ein Kamel sei es aber der ideale Lebensraum. Es sei außerordentlich genügsam, widerstandsfähig und hervorragend an die extremen Bedingungen der Wüste angepasst. Deshalb könne das Kamel zu einem Symbol der Ausdauer und der Genügsamkeit werden, lautete eine Textstelle. Eventuell sei es möglich, die Wüste unseres Lebens mit dessen Augen zu betrachten. Dann berge die Wüste große Schätze und könne eine Kraftquelle sein. "Vielleicht gelingt es uns, unser Leben und unsere Umgebung mit Wüstenaugen zu sehen", meinte eine Sprecherin. So erfahre der Mensch, wie gut ihm die Ruhe und die Reduzierung auf das Wesentliche tun.Er sollte den Geheimnissen um ihn herum auf den Grund gehen und entdecken, wie viel Kraft darin verborgen ist.

Unentdeckte Kraftquellen könnten Orte und Erfahrungen sein, die zunächst wie eine ganz alltägliche Wüste wirkten und doch so viel geben könnten. "Gerade in diesem sommerlichen Tagen und Wochen ist es wichtig, Zeiten zum Auftanken zu nutzen", gab eine Sprecherin zu bedenken.

Die Bibel berichte, dass auch Jesus in die Wüste ging, um Ruhe zu finden und sich zu besinnen. Wer es ihm gleichtue, komme vielleicht auch dort an, wo seine eigentliche Quelle liege, nämlich in Gott selbst, der die Quelle unseres Lebens sei.

Kathrin Karban Völkl (Geige) und Robert Baier (Gitarre) begleiteten die Lieder "Selig seid ihr" und "Alle meine Quellen entspringen in dir". "Gott berge dich in der Tiefe seiner Hand", betete Stadtpfarrer Konrad Amschl vor seinem Segen anschließend im Pfarrgarten.


 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.