(jzk) Obwohl keine Messe angesetzt war, war die Stadtpfarrkirche gut gefüllt. Im Religionsunterrichts waren alle sechs fünften Klassen der Realschule mit ihren Religionslehrern Gertraud Burkhardt, Doris Jentsch, Sonja Sporrer, Katharina Müller, Beate Seitz und Walther Thurn zur Kirchenführung gekommen.
"Unsere Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde im Jahr 1448 erbaut, also fast 50 Jahre vor der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus", berichtete ihnen Stadtpfarrer Konrad Amschl. Diese Jahreszahl des Baubeginns sei über dem linken Eingangsportal in Stein gemeißelt. Die Jahreszahl 1506 in einem Rautenwappen auf der Brüstung der Empore sei sicher das Jahr der Bauvollendung. Bis zu diesem Zeitpunkt sei der Pfarrsitz von Oberndorf nach Kemnath verlegt worden. Der 58 Meter hohe Kirchturm dieser spätgotischen Hallenkirche sei erst später errichtet worden.
Der Einbau des barocken Hochaltar erfolgte 1644. Das Altargemälde mit der Aufnahme Mariens in den Himmel haben die Kemnather Maler Johann und Anton Wild geschaffen. Einheimische Gesichter dienten als Modelle für die Darstellung von Maria und der Apostel. Das Patrozinium der Pfarrkirche "Mariä Himmelfahrt" fällt alljährlich auf den 15. August.
Natürlich durften die Fünftklässler den Glasschrein mit der Reliquie des heiligen Primian betrachten. Pfarrer Christoph Arckhauer hatte sich dafür eingesetzt, dass die Gebeine dieses Katakomben-Heiligen und Stadtpatrons von Rom nach Kemnath kamen. Der Geistliche zeigte den Schulkindern auch die Seitenaltäre und erklärte den Sebastians-, Laurentius-, Kreuz- und "Kriegeraltar". Ebenso beschrieb er die Heiligenfiguren. Besonders beeindruckt waren die Realschüler von einem Gemälde, das den heiligen Maximilian Kolbe darstellt, aber auch von der Kanzel und der Orgel, die ihnen Walter Thurn vorführte.
Kemnath
01.07.2018 - 11:34 Uhr
Vor Entdeckung Amerikas gebaut
von Josef Zaglmann
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