11.09.2020 - 12:10 Uhr
KemnathOberpfalz

Für Frauen Aktionstag in Kemnath zur Corona-Krise

Corona hat die meisten Frauen und deren Familien vor besondere Herausforderungen gestellt. Ein Aktionstag in Kemnath zum Thema "Zu viel Home - zu wenig Office? - Frauen und die Corona-Krise" befasst sich unter anderem mit den Folgen.

Bei einer Besprechung im Familienzentrum Mittendrin legten Jennifer Reber, Jessika Wöhrl-Neuber, Jennifer Scheffler und Elisabeth Bayer (von links) den vorläufigen Ablauf des Aktionstages „Frauen in der Corona-Krise“ in Kemnath fest.
von Josef ZaglmannProfil

Vieles hat sich verändert, und einige Dinge werden dauerhaft auch nach der Corona-Pandemie anders sein als davor. Ein Aktionstag unter dem Motto "Zu viel Home - zu wenig Office? - Frauen und die Corona-Krise" am Samstag, 10. Oktober, von 14 bis 18 Uhr in der Mehrzweckhalle soll Auswirkungen der vergangenen Monate auf Frauen aufzeigen, einen Erfahrungsaustausch der Teilnehmerinnen untereinander anregen, die Brisanz des Themas für Verantwortliche in Politik und Wirtschaft sichtbar machen sowie Impulse geben.

Von Firmen und Fachstelle

Elisabeth Bayer, Personalleiterin bei Siemens Healthineers am Standort Kemnath, Jennifer Reber, Abteilungsleiterin bei der Firma Lippert in Pressath, Jennifer Scheffler von der Koordinierungs- und Fachstelle "Demokratie leben!" am Landratsamt Tirschenreuth und Jessika Wöhrl-Neuber, Leiterin des Familienzentrums Mittendrin, bilden das Organisationsteam.

Die vier Frauen werden mit den Teilnehmern verschiedene Auswirkungen der Coronakrise diskutieren: So soll beispielsweise erörtert werden, wie sich Kontaktbeschränkungen, Homeschooling, Kurzarbeit, eingeschränkte Kinderbetreuung, mangelnde Entlastung bei der Pflege von Angehörigen oder gering bezahlte Arbeit in systemrelevanten Berufen bei den Frauen bemerkbar gemacht haben. Auch die Fragen "Was muss sich zukünftig ändern?", und "Welche Möglichkeiten und Chancen eröffnen sich durch diese Krise, durch Homeoffice und flexible Arbeitszeiten?" werden angesprochen.

Unterstützung geben

Im Erfahrungsaustausch können die Frauen neue Impulse, Handlungsansätze und Unterstützungsmöglichkeiten finden. Die Veranstaltung richtet sich an Frauen jeden Alters, die sich im Spannungsfeld der verschiedenen Rollenmuster und Anforderungen befinden. Besonders das berufliche Netzwerk "WeiberWerk", das im Januar dieses Jahres im Familienzentrum Mittendrin gegründet wurde, wird zum Gelingen dieser Veranstaltung beitragen. Selbstverständlich sind auch Männer willkommen.

Veranstalter sind das Familienzentrum und die Koordinierungs- und Fachstelle "Demokratie leben!" im Landkreis Tirschenreuth. Dank der Förderungen durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!" und der Stadt Kemnath ist der Eintritt frei. Um alleinerziehenden Frauen die Teilnahme zu ermöglichen, gibt es eine kostenlose Kinderbetreuung (bei der Anmeldung angeben).

Das berufliche Netzwerk "WeiberWerk" ist einer der Mitorganisatoren des Aktionstages

Kemnath

Die Anmeldung ist nur per E-Mail an team[at]mittendrin-kemnath[dot]de möglich. Voraussetzung für eine Teilnahme ist, wenn ein Fragebogen zum Ausschluss einer Corona-Erkrankung ausgefüllt wird sowie Name, Adresse und Telefonnummer angegeben werden. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Wöhrl-Neuber hat ein Hygienekonzept erstellt, das das Landratsamt geprüft und genehmigt hat.

Info:
Hintergrund:

Zeitlicher Ablauf

  • 14 Uhr: Begrüßung durch das Organisationsteam und Kemnaths Dritte Bürgermeisterin Katharina Hage als Schirmherrin. Danach spricht die renommierte Soziologie-Professorin Jutta Allmendinger ein virtuelles Grußwort. Sie ist Präsidentin des Wirtschaftszentrums Berlin für Sozialforschung. Es schließt sich ein Vortrag einer Professorin der OTH Amberg-Weiden mit Fragerunde an.
  • 15 Uhr: Austausch der Teilnehmer in Chatrooms zu den Themen „Was waren besondere Herausforderungen während der Pandemie und wie seid Ihr damit umgegangen?“, „Welche Chancen entwickeln sich aus der Krise für Frauen?“ und „Welche Rahmenbedingungen braucht es für vergleichbare Situationen?“ Anschließend Pause mit Catering und Austausch.
  • 16.30 Uhr: Podiumsdiskussion, basierend auf den Ergebnissen der Chatrooms mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Anette Kramme, Holger Schedl, Kreisgeschäftsführer des BRK Tirschenreuth, Kreisrätin und Mittelschullehrerin Heidrun Schelzke-Deubzer, Siemens-Personalleiterin Elisabeth Bayer und einer Vertreterin der OTH Amberg-Weiden. Die Moderation übernehmen Jennifer Reber und Jessika Wöhrl-Neuber. Die Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Forschung werden die Impulse und Anregungen mit in die berufliche Praxis nehmen.
  • 17.30 Uhr: Ausklang der Veranstaltung mit einem Schlusswort.
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