13.06.2021 - 10:15 Uhr
KemnathOberpfalz

Gasleck sorgt für Großeinsatz in Kemnath

Bei Tiefbauarbeiten auf einem Betriebsgelände kam es am Samstagmittag in Kemnath zu einem Gasaustritt. Es bestand erhöhte Brand- und Explosionsgefahr. Mehrere Geschäfte mussten evakuiert werden.

von Michael DenzProfil

Im Industriegebiet kam es am Samstagmittag zu einem Großeinsatz. "Bei Grabungsarbeiten mit einem Bagger wurde eine Gasleitung beschädigt, was einen unkontrollierten Gasaustritt zur Folge hatte", berichtet die Polizei Kemnath. Die betroffene Leitung war auf dem Gelände eine Kfz-Betriebs in der Röntgenstraße. Die Arbeiter bemerkten den Gasaustritt, der sich per Geruch und zischendem Geräusch bemerkbar machte.

Brand- und Explosionsgefahr

Mit der Meldung "Gasaustritt im Freien" wurde eine Vielzahl von Einsatzkräften der Feuerwehr Kemnath und Kulmain, des Rettungsdienstes und der Polizei nach dem Notrufeingang von der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz zum Gefahrstoffeinsatz alarmiert. "Rund vier Minuten nach der Alarmierung leitete die Besatzung des ersteintreffenden Hilfeleistungslöschfahrzeuges die Erstmaßnahmen zum Gefahrstoffeinsatz ein", heißte es von der Feuerwehr Kemnath. Mehrere Atemschutztrupps kamen zum Unfallort und es wurde rasch ein Löschangriff aufgebaut. Aufgrund von ausströmendem Erdgas aus der beschädigten Leitung bestand erhöhte Brand- und Explosionsgefahr. Durch die Feuerwehr wurde ein Absperr- und Gefahrenbereich festgelegt und Personen im Umfeld evakuiert. Von den Maßnahmen waren unter anderem eine Autowerkstatt, ein Drogeriemarkt, sowie ein Schreibwarenfachmarkt betroffen.

"Zündquellen vermeiden"

Feuerwehr und Mitarbeiter der Unternehmen brachten Kunden und weitere Personen aus dem Gefahrenbereich. Weniger erfreulich war dies für Kunden, welche ihre Autos in unmittelbarer Nähe zum Unfallort geparkt hatten. Durch erhöhte Explosionsgefahr mussten deren Fahrzeuge auf dem Parkplatz im Gefahrenbereich bis zum Abschluss des Einsatzes stehen bleiben. "Es galt alle möglichen Zündquellen zu vermeiden", begründete die Feuerwehr das Vorgehen. Im Radius des abgesperrten Bereichs war auch die Bayreuther Straße, die zum Teil gesperrt werden musste. Wie die Polizei berichtet, wurde der Verkehr weiträumig umgeleitet.

Mit mehreren Strahlrohren wurde der Brandschutz sichergestellt. Unter schwerem Atemschutz wurden Messungen mit Mehrgasmessgeräten vorgenommen, welche eine erhöhte Gaskonzentration und Explosionsgefahr im Bereich der Tiefbau- und Unfallstelle, als auch im näheren Umfeld feststellten. Vier Atemschutztrupps wurden eingesetzt. Die Feuerwehr und der Notdienst des Gasversorgers konnte die betroffene Gasleitung nach etwa einer Stunde schließen und das Leck versiegeln. Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurden mehrere Messungen im Bereich der evakuierten Geschäfte vorgenommen und gelüftet. Gegen 14 Uhr wurde der Absperr- und Gefahrenbereich aufgelöst und der Einsatz beendet. Vor Ort war ebenfalls ein Fahrzeug des Rettungsdienstes.

Zu Beginn des Einsatzes waren mehrere Streifen durch die Polizeieinsatzzentrale nach Kemnath geschickt worden. "Da die örtliche Feuerwehr die Lage schnell im Griff hatte, waren keine weiteren Einheiten als die örtliche Polizei erforderlich", heißt es von der Kemnather Polizeiinspektion auf Nachfrage.

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