(stg) Alljährlich geben die Kemnather "Bierexperten" ihr geschätztes Urteil über das Wiesenfest-Bier - meist ein bis zwei Wochen bevor die "Kemnather Wiesn" startet und das Gebräu an die Allgemeinheit ausgeschenkt wird. Am Dienstagabend haben sich die Kenner im Innenhof der Klosterhofbrauerei versammelt. Schnell waren sie sich einig, dass der Gerstensaft wieder gelungen sei, süffig schmeckt und ohne Bedenken serviert werden könne. Beim nicht ganz bierernsten Termin dabei waren unter anderem Landrat Wolfgang Lippert, Bürgermeister Werner Nickl, die Kemnather Stadträte, Festwirt Armin Schinner sowie Gastronom Bruno Busch.
"Am Bewährten halten wir fest", kündigte Braumeister Johannes Ponnath an. Er erläuterte, dass an der Rezeptur des vergangenen Jahres nichts verändert worden sei. Der Gerstensaft habe eine Stammwürze von rund 12,5 Prozent. Dies entspreche einem Alkoholgehalt von etwa 5,5 Prozent. Insgesamt sind 140 Hektoliter produziert worden, so dass es auch noch für die Flaschenabfüllung im Anschluss an das Wiesenfest reichen wird. Bürgermeister Nickl und Landrat Lippert hoben die besondere Bedeutung des Wiesenfestes für die Region hervor. "Das ist das Fest, an dem sich viele Familien treffen", sagte Lippert. Erfreulich sei auch, dass sich die Tradition nicht vor der Innovation verschließe, so dass eine gelungene Kombination entstehe. Das Bier jährlich zu testen, sei eine "verantwortungsvolle Aufgabe zum Wohl der Bevölkerung", scherzte der Landrat. Nickl betonte, dass Schinner in den vergangenen über drei Jahrzehnten als Festwirt viel bewirkt habe. Das Wiesenfest sei in einer Zeit, in der die Feste immer mehr würden, eine feste Konstante sei, die in die ganze Region hinaus strahle.
Das Programm des diesjährigen 69. Wiesenfestes stellte Festwirt Schinner vor. Es geht los am Freitag, 10. August, um 19 Uhr am Stadtplatz traditionell mit den Kemnather Bollerschützen sowie einem Standkonzert der Stadtkapelle Kemnath. Anschließend setzt sich der Zug, begleitet von der Kemnather Stadtwache, Richtung Festplatz in Bewegung, im Zelt wird Bürgermeister Nickl das erste Fass anzapfen. Für Musik sorgt den ganzen Abend die Stadtkapelle.
Neben allerlei Speisen und Getränken sowie Schaustellern wird an allen Tagen für musikalische Darbietungen gesorgt - von den "Grandmas" am Samstagabend über die Blaskapelle Kirchenthumbach am Sonntagabend und die Musikkapelle Dießfurt am Montagabend hin zu den "Pressather Musikanten" am Dienstagabend und der "Pirker Blechmusi" am Mittwochabend. Bei den Schaustellern können sich die Besucher auf Neues und Bekanntes freuen - von "Space Party " über "Magic House" und "Mr. Beat" bis hin zur "Bayernwippe" und Autoscooter. Zum politischen Frühschoppen wird am Sonntag- und Mittwochvormittag (Maria Himmelfahrt) eingeladen, erwartet werden am Sonntag um 10 Uhr FW-Landesvorsitzender Hubert Aiwanger und am Mittwoch um 10 Uhr Ministerpräsident Markus Söder. An beiden Tagen wird auch reichhaltiger Mittagstisch angeboten. Fest merken sollten sich Familien den Dienstag, ab 13 Uhr startet der Kindernachmittag mit ermäßigten Preisen. Erstmals gibt es in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Tirschenreuth einen Seniorennachmittag am Montag von 14 bis 17 Uhr. Auf die Besucher warten Infostände rund ums Alter, tierische Unterhaltung mit der Hundeschule Immenreuth, ein gemütliches Beisammensein mit Kaffee und Kuchen im Zelt sowie eine Gewinnspieltombola. Zu Ende geht die "Wiesn" mit einem Brillant-Feuerwerk am 15. August.
Kemnath
25.07.2018 - 17:27 Uhr
Gerstensaft steht bereit
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