"Schutzausrüstung wird in dieser Corona-Pandemie nach wie vor dringend gebraucht", erklärte Dr. Peter Deinlein. Der Kemnather Allgemeinarzt ist als Versorgungsarzt von der Katastrophenschutzbehörde des Landkreis Tirschenreuth eingesetzt.
Zu seinen Aufgaben gehört die Aufrechterhaltung einer ausreichenden ambulanten Versorgung im Landkreis. Er organisiert Testzentren, stellt die ambulante Betreuung für Personen sicher, die an COVID-19 erkrankt sind, und kümmert sich um die Zuteilung von Schutzausrüstung.
Aufgrund der schlechten Verfügbarkeit sogenannter "Face-Shields" startete Deinlein mit Familie Gerhard und Monika Kainz einen Aufruf an die Besitzer eines 3-D-Druckers zur Herstellung von Halterungen von leichten Visieren.
Auch die Realschule Kemnath beteiligte sich an der Aktion "Corona-Schutz aus dem 3-D-Drucker". "Die Realschule stellte gerne ihre umfassende Ausrüstung im Bereich 3-D-Druck zur Verfügung, um Maskenhalterungen zu drucken", sagte Fachoberlehrer Mathias Frischholz. Die Realschule verfügt unter anderem über einen großen 3-D-Drucker, der aufgrund des großen Bauraums drei Halterungen gleichzeitig drucken kann. "Dafür wird sogenannter PLA-Kunststoff verwendet, der umweltschonend produziert wurde und industriell kompostierbar ist", erklärte Frischholz.
Wegen der "schulfreien" Zeit produzierte Frischholz über 50 Halterungen und 10 komplett konfektionierte Masken mit transparentem Visier und Haltegummi alleine. Im Beisein von Realschuldirektor German Helgert übergab er sie an den Versorgungsarzt. "Diese 'Face-Shields' sind wichtige Schutzmaßnahmen für alle, die während der Corona-Pandemie an vorderster Front stehen", betonte er.
Auch andere Organisatoren produzierten Maskenhalterungen und "Face-Shields". Die "Maker VS. Virus Opf" lieferte in kurzer Zeit 330 Maskenhalter. Auch vom Frankenland (Hub Erlangen) wurden 200 Stück geliefert. Von FABLAB Bayreuth, der offenen Hightech-Werkstatt Oberfrankens, konnten 350 Masken abgeholt werden.
Auch eine ortsansässige Firma stieg mit in die Face-Shields Fertigung ein und spendete diese dem BRK-Kreisverband Tirschenreuth. Viele regionale Hobby-Drucker produzierten mit ihren 3-D-Druckern Maskenhalterungen, die sie dann bei der Stadt Kemnath oder der Gemeinde Immenreuth ablieferten. Von diesen öffentlichen Sammelstellen holte sie die Familie Kainz ab, erledigte wo notwendig die Endmontage und verpackte sie. Mit Hilfe der Logistik des Krisenstabs in Tirschenreuth konnten Ärzte, Zahnärzte, Pflegeheime und Rettungskräfte versorgt werden.
Insgesamt konnten 968 "Face-Shields" an Ärzte, Krankenhäuser, Pflegeorganisationen, Altenheime und den Rettungsdienst im Landkreis weitergereicht werden.
Masken von Siemens
Der Siemens-Healthineers-Standort Kemnath ist dem Aufruf des Versorgungsarztes Dr. Peter Deinlein gerne gefolgt und produzierte mit seinen 3-D-Druckern mehrere sogenannte „Face-Shields“. Wie auch andere Firmen und Institutionen stellte auch der Standort Kemnath seine 3-D-Drucker für den Druck dieser Visiere und Halterungen speziell für Ärzte und das Pflegepersonal in der Region zur Verfügung. Die Maskenhalterungen wurden ans BRK Kemnath zur Verteilung und Weiterleitung übergeben.







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