07.09.2018 - 11:33 Uhr
KemnathOberpfalz

Vom Glasdorf zum Arbersee

Die Senioren aus Kastl, Kemnath und Erbendorf sind rund um den Arbersee unterwegs.

Sehr beeindruckt sind die Senioren vom Glasdorf Weinfurtner.
von Josef ZaglmannProfil

Zu einer Tagesfahrt in den Bayerischen Wald hatte Seniorenbeauftragter Franz Schwemmer die Senioren aus Kastl, Kemnath und Erbendorf eingeladen.

Bei sonnigem Wetter steuerte Busfahrer Manfred Schmalzreich als erstes Reiseziel das Glasdorf Weinfurtner in Arnbruck an. Dieser Ort liegt im romantischen Zellertal genau zwischen Bodenmais und Bad Kötzting.

Oskar Weinfurtner, der Chef höchstpersönlich, begrüßte die Reisegruppe. Er schilderte die rasante Entwicklung von einem kleinen Bauerndorf zum Glasdorf mit 200 Mitarbeitern, 13 verschiedenen Berufszweigen und einer Million Besuchern im Jahr. Maßgeblichen Anteil daran hatte sein Vater, ein Landwirt mit einem kleinen Bauernhof. „Wir produzieren Glas für Gartenanlagen, kirchliche Einrichtungen (Altäre, Urnen, Gräber, Glaskreuze) und die Gastronomie (Automatenglas)“, erklärte er. Bei freiem Eintritt konnten die Besucher bei einem Rundgang auf dem weitläufigen Gelände die Gartenanlagen mit den großen bunten Glasskulpturen und die Werkstätten (Glashütte, Glasschleiferei; Gravurabteilung, Glasperlenherstellung) besichtigen. Die riesigen Ausstellungs- und Einkaufsflächen mit den verschiedenen Glasobjekten luden zum Bummeln und zum Einkaufen ein. Wirklich sehenswert waren auch die gepflegten Ausstellungsflächen im großen Landschaftsgarten. Dort konnte man auch die 23 Meter lange Arche von der Donau-Gartenschau in Deggendorf bewundern.

Wer mochte, konnte bei einer Führung in der Glashütte zwei Glasbläsern bei ihrer schweißtreibenden Arbeit zuschauen.

Nach dem Mittagessen in der Waldschänke oder im Bistro ging die Fahrt über Arrach und Lam weiter nach Lohberghütte. Von dort brachte die kleine Arberseebahn die Senioren zum kleinen Arbersee. Für die sechs Kilometer lange Strecke benötigte die Nostalgiebahn 20 Minuten.

„Dieser Karsee (Moränensee), der am nördlichen Hang des großen Arbers liegt, entstand in der letzten Eiszeit“, erzählte Herbert, der Fahrer der romantischen Bockelbahn, „er ist von einem dichten Hochwald umschlossen und liegt in einem Naturschutzgebiet.“ Einige genossen am Ufer des Sees in der Cafeteria Kaffee und Kuchen sowie die warmen Sonnenstrahlen. Andere schlenderten gemütlich um den See. Dafür brauchten sie nicht recht viel länger als eine halbe Stunde. Bei dieser Wanderung konnten sie auch die schwimmenden Inseln beobachten.

Nach 90 Minuten brachte die Arbersseebahn die Ausflügler wieder zurück nach Lohberghütte. Von dort startete der Bus zur Rückfahrt. Während der langen Busfahrt unterhielt Josef Zaglmann die Senioren mit Akkordeonmusik, Liedern und humorvollen Geschichten.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp