„Auch wenn der Fasching im Kirchenjahr keine ausgesprochen liturgische Festzeit ist, kommt ihm doch gerade für uns Christen eine besondere Bedeutung zu“ sagte Stadtpfarrer Konrad Amschl bei der liturgischen Begrüßung zum Familiengottesdienst am Faschingssonntag. Die lustigen Tage des Faschings verbinden Weihnachten und Ostern, die beiden Hoch-Zeiten des Kirchenjahres miteinander. „Die Freude, und damit auch das Lachen als Ausdruck herzlicher Freude steht im Mittelpunkt der Botschaft Jesu“ erklärte der Geistliche. Seine „Frohe Botschaft“ von der Liebe Gottes will die Menschen froh und glücklich machen.
„Beginnen wir deshalb unseren Gottesdienst mit einem Lächeln auf den Lippen“ forderte Amschl die Gottesdienstbesucher auf.
„Menschen stehen miteinander in Verbindung“ hieß es beim Bußakt, „manchmal ist das schön bunt und lebendig, aber manchmal ist es auch sehr schwierig.“ Dann streiten wir uns, lügen und betrügen zum eigenen Vorteil oder verurteilen vorschnell den Nächsten.
„Lieber Gott, schenke uns ein frohes Lachen und lass uns andere anstecken mit unserem Lachen unserer ehrlichen Freude“ betete Konrad Amschl vor der Lesung.
„Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil er im Herzen gut ist, aber ein schlechter Mensch kann mur Böses hervorbringen, weil er von Grund auf böse ist“ war der Schluss des Lukasevangeliums. Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mensch.
Während der Predigt brachten Kinder Luftschlangen, bunte Masken, Girlanden und Luftballons zum Volksaltar.
„Kein Leben ohne Trauer, Ängste, Nöte, Streit, Ärger und Sorgen, aber mit Jesus auch kein Leben ohne Freude, Mut, Kraft, Liebe, Hoffnung und Lachen“ lautete die Erkenntnis bei diesem Predigtspiel.
„Lieber Gott, lass es nie an Menschen fehlen, die Freude ausstrahlen“ und „Schenke uns und allen Menschen Tage und Stunden, die erfüllt sind mit Freude und Lachen“ waren zwei der vier Fürbitten, die Kinder vorbrachten.
Während der Meditation von der Kanzel las ein Kind einen Text, die anderen beiden Kinder bliesen Seifenblasen von der Kanzel in den Kirchenraum.
„Geht und lacht, weil ihr an das Gute in euch und im anderen glaubt“ forderte Amschl die Gottesdienstbesucher vor dem Segen auf.
Unter der Leitung von Katharina Lippert sang der neue Kinderchor die Lieder „Vom Anfang bis zum Ende hält Gott seine Hände über uns“, „Wenn einer sagt, ich mag dich du“ und „Danke, lieber Gott“. Thomas Völkl begleitete auf dem E-Piano. Birgit Stiegler spielte die Gotteslob-Lieder auf der Kirchenorgel.
Am Tag zuvor (Faschingssamstag) feierten Pfarrer Amschl und Gemeindereferent Jochen Gößl mit den Kleinkindern und ihren Eltern einen Kinderwortgottesdienst. Das Thema war „Gott liebt das Lachen“. Dabei war der Rabe Socke zu Gast. Er holt der Rabe Socke die Buben und Mädchen in den Bänken ab, zog mit ihnen in einer großen Polonaise durch die Kirche und erzählte ihnen von seine Erlebnissen.













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