Kemnath
28.01.2019 - 16:30 Uhr

Auf, auf in Gottes Nam'

Ein Kleinod bayerischer Volksmusik bekamen die Besucher der Pfarrmesse in der Stadtpfarrkirche zu hören. Unter der Leitung und mit Akkordeonbegleitung von Josef Zaglmann führten die Kemnather Sängerinnen die Deutsche Bauernmesse auf.

Stadtpfarrer Konrad Amschl dankt den Sängerinnen Sieglinde Wick, Monika Fink, Sonja Sporrer und ihrem Begleiter Josef Zaglmann (von rechts) für die Aufführung der „Deutschen Bauernmesse“ von Annette Thoma. Bild: jzk
Stadtpfarrer Konrad Amschl dankt den Sängerinnen Sieglinde Wick, Monika Fink, Sonja Sporrer und ihrem Begleiter Josef Zaglmann (von rechts) für die Aufführung der „Deutschen Bauernmesse“ von Annette Thoma.

Annette Thoma, die sich um die Pflege des geistlichen Volksliedes in Bayern große Verdienste erworben hat, hatte diese dreistimmige Messe 1933 komponiert. "Auf, auf in Gottes Nam'" sangen Monika Fink, ihre Tochter Sonja Sporrer und ihre Halbschwester Sieglinde Wick am Sonntag zum Kyrie. Nach dem Glorialied ("Auf stimmt's euern Engelsgsang o"), dem Credo ("Wir glauben an dich, Gott und Herr") und dem Offertorium ("O Jesu, liebster Jesu mein, du bringst Dich selber dar") huldigten sie dem Kind in der Krippe mit dem Sanctus-Lied ("Heilig, heilig, laut ertönet"). "Wir genießen die himmlische Freude" begann das Friedenslied zum Agnus Dei. Nach dem Segen erklang "Lasst uns dem Herrn danken ehvor dass wir gehen"). Nach dem Schlusslied bedankten sich die zahlreichen Kirchenbesucher mit Beifall.

In der Predigt ging Stadtpfarrer Konrad Amschl auf die Lesung ein. Da feiern die aus babylonischer Gefangenschaft zurückgekehrten Juden in Jerusalem erstmals wieder Gottesdienst. Das Volk lauscht der heiligen Schrift und der Predigt und fängt aus Ergriffenheit an zu weinen. Als Einstieg wählte der Geistliche den Titel des Schlagers "Tränen lügen nicht" von Michael Holm. "Er hat recht", stimmte er zu, Tränen drückten aus, wofür es keine Worte gebe. Tränen erzählten von Träumen, Schmerz und Trauer, Befreiung, Freude, Glück, Wut, Reue, Liebe, Vergebung sowie von ungenutzten Chancen, Schuld, Unterdrückung, Verlust und Trauer. Tränen seien vielleicht die menschlichste Ausdruckform. Sie begleiteten den Menschen sein Leben lang.

Hintergrund:

Pater Joseph kommt nicht zurück

Nach dem Gottesdienst verkündete Stadtpfarrer Konrad Amschl der Pfarrgemeinde eine traurige Nachricht: „Pfarrvikar Dr. Joseph Meenpuzhackal, der zurzeit auf Heimaturlaub in Indien ist, wird aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nach Kemnath zurückkehren. Er dankt der Pfarrei für die gute Zusammenarbeit. Wir wünschen ihm eine gute Gesundung und Gottes Segen für die Zukunft.“

 
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