02.07.2018 - 12:56 Uhr
KemnathOberpfalz

Gottes Ruf folgen

Von einem Ohr rein, vom anderen gleich wieder raus. Oft reagiert der Gesprächspartner nicht, wenn zu ihm etwas gesagt wird. Was aber, wenn Gott sich an den Menschen wendet?

von Josef ZaglmannProfil

(jzk) "Wenn Gott Dich ruft" war das Thema des ökumenischen Gottesdienstes auf dem Eisweihergelände. Die Pfarrer Dirk Grafe und Konrad Amschl zelebrierten ihn vor einer ansehnlichen Schar von Gläubigen beider Konfessionen.

"Heute hören wir von Menschen, die den Ruf Gottes ernst genommen haben", sagte Amschl eingangs. "Was würden Sie tun, wenn Sie mitten in Ihrer Lieblingsbeschäftigung die Stimme Gottes hören, die sagt, dass Sie alles stehn und liegen lassen sollen, um ihm zu folgen?", fragte Kathrin Karban-Völkl. Gott selbst sei es, der uns immer wieder rufe. An uns liege es, diesen Ruf zu hören und etwas daraus zu machen. Oft dringe sein Ruf nicht zu uns vor, weil wir mittendrin in unserem Leben und in vielen Alltäglichkeiten sind. "Was wir vor dich bringen, guter Gott, ist unser Leben", sagte Andrea Kick beim Bußakt. Es spanne den Bogen von ganz banalen Dingen hin zu großartigen Erfahrungen."

Alfred Kick trug die Lesung vom reichen Fischfang vor. Die Apostel hatten keine Fische gefangen. Aber sie folgten der Aufforderung Jesu, warfen ihre Netze aus und fingen sehr viele Fische.

"Wenn Gott mich ruft, muss ich seinem Ruf folgen und alle andere Beschäftigungen und Verpflichtungen hintan stellen", forderte Grafe in seiner Predigt. Sein Ruf könne manchmal auch unbequem sein. "Wo Gott mich hinstellt, da kann ich mit meinen Begabungen wirken", meinte der Seelsorger. Als gläubige Christen sollten wir immer bereit sein, die Botschaft Gottes weitergeben.

"Wir bitten dich für uns und unsere Schöpfung und für Sorgen und Nöten", waren zwei Fürbitten, die Virginia Gottscholl vorlas. Beim Spendenaufruf gab Karban-Völkl bekannt, dass die Kollekte für das Projekt "Feuerkinder" in Tansania verwendet wird. Die Lieder "Feiern und loben", "Lobpreiset unseren Gott", "Reicht euch die Hand" und andere Gesänge aus dem Liederbuch "Kommt, atmet auf" begleitete der Posaunenchor Wirbenz unter der Leitung von Susanne Kropf.

Nach dem Gottesdienst nutzten einige Besucher die Gelegenheit zum Kauf von fair gehandelten Waren. Der laue Sommerabend lud zu einem gemütlichen Beisammensein auf dem Eisweihergelände ein.




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