13.10.2019 - 12:15 Uhr
KemnathOberpfalz

Guter Rat ist lukrativ

Zu einer beeindruckenden Großveranstaltung hat sich die Ausbildungsmesse in Kemnath gemausert. Heuer ging sie bereits zum zwölften Mal im Schulzentrum über die Bühne.

von Josef ZaglmannProfil

Über 4000 Besucher nicht nur aus der Region, sondern auch aus den benachbarten Landkreisen strömten in die Klassen- und Fachräume der Realschule am Tor zur Oberpfalz und der Grund- und Mittelschule. Das Team um Bildungsmanager Hilmar Fütterer vom Gründerzentrum Waldsassen hatte alles sehr gut organisiert. Veranstalter war das Bildungsmanagement des Landkreises Tirschenreuth in Zusammenarbeit mit der Stadt Kemnath, dem Arbeitskreis Schule und Wirtschaft und den ansässigen Schulen.

94 Aussteller - neun mehr als im Vorjahr - aus den Bereichen Handwerk, Industrie, Dienstleistung, Weiter- und Hochschulbildung hatten ihre Informationsstände aufgebaut. Viele betonten den Eventcharakter und präsentierten aktuelle Berufsbilder. Nicht nur Ausbilder und Personalverantwortliche, sondern auch Auszubildende bemühten sich, den interessierten Jugendlichen und ihren Eltern ein praxisnahes Bild ihres Betriebes zu vermitteln. An manchen Infoständen wurden die theoretischen Erklärungen durch praktische Vorführungen ergänzt. "Berufe zum Anfassen" war das Motto.

Auf den Ausstellungstischen konnten die Besucher eindrucksvolle Beispiele aus der Produktpalette des Betriebes begutachten. An den Ständen wurden aktuelle Berufsbilder präsentiert und erlebbar gestaltet. Viele waren in diesem Jahr noch umfangreicher, betonten den Eventcharakter und boten spannende und häufig auch interaktive Einblicke in die Berufswelt.

Im Mittelpunkt stand auch diesmal wieder der aktive Austausch zwischen den Besuchern und den Ausstellern. Viele Jugendliche informierten sich über die Zukunft von Technik, Berufen, Bildung und Ausbildung und die Entwicklung der Wirtschaft in der Region. Sie konnten sich fachmännisch beraten lassen und die Berufsvielfalt aus erster Hand kennenlernen. Viele nutzten die die einmalige Chance, an einem Ort zur gleichen Zeit viele Berufe kennenzulernen und sich über Ausbildungs- Weiterbildungs- und Studienangebote zu informieren.

Die Aussteller zogen ein sehr positives Fazit. Sie konnten potenzielle Azubis finden. Auch für die Jugendlichen hat sich der Messebesuch gelohnt: "Die Beratungen waren sehr gründlich, sie haben wirklich etwas gebracht." "Mein Eindruck war, dass die Jugendlichen wieder mehr Wert auf Regionalität legen", betonte Firmenchef Alexander Haider. Erstmals informierten auf der dieser Messe zwei Hochschulen, nämlich die OTH Amberg-Weiden und die Hochschule Landshut, an eigenen Ständen über Studiengänge in der Bildungsregion Tirschenreuth. Auch im Namen von Rektorin Christine Wiesend begrüßte Realschuldirektor German Helgert um neun Uhr die Besucher in der Realschulturnhalle. "Mit insgesamt rund 1300 Schülern bildet der Schulstandort Kemnath einen wichtigen Pfeiler in der Bildungsregion Landkreis Tirschenreuth" betonte er. "Seht eurer Berufswahl optimistisch entgegen, geht sie aktiv an, informiert euch, sucht Kontakte, knüpft Netzwerke und seid offen für Neues." Der stellvertretende Landrat Alfred Scheidler sprach von einer Win-Win-Situation: "Sowohl die Aussteller, als auch die Jugendlichen können davon profitieren." Auch Bürgermeister Werner Nickl staunte über das Niveau der Veranstaltung. "Andere Kommunen beneiden uns um diese Ausbildungsmesse", sagte Schulamtsdirektor Rudolf Kunz.

Projektleiter Hilmar Fütterer bilanzierte, dass viele Besucher jeweils ganz gezielt Stände aufsuchten und zum Teil auch gut vorinformiert waren. "Bei den Schülern war spürbar, dass sie wenig Druck haben, einen Ausbildungsplatz zu finden. Sie genießen es, die Wahl zu haben."

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