Geschaffen hatte Das Hungertuch der Künstler Uwe Appold aus Norddeutschland. In seinem Werk vereint er eine Vielzahl an Symbolen und Aussagen. Ganz bewusst griffen Ina Memmel, Luzie Söllner und Kathrin Karban-Völkl einige heraus, so den goldenen Kreis, das unfertige Haus auf einer Insel und die zwölf größere Steine, die rot und golden gefasst sind. Durch Impulse regten sie zum Nachdenken an, kurze Phasen der Besinnung gaben Gelegenheit, Einzelheiten des Bildes auf sich wirken zu lassen. Bei der „Aktion Erde“ waren alle eingeladen, vor dem Volksaltar mit einem Schäufelchen Erde aus dem Garten Gethsemane in Jerusalem in ein Pflanzgefäß zu geben. „Sie ist Heimat, Mutterboden und Nährboden für das Leben“, lautete die Deutung des Malers. Der direkte Kontakt mit Erde lasse begreifen, wie wertvoll und wichtig Heimat ist.
Das Blau auf dem Hungertuch steht für das lebensnotwendige Wasser und den unendlichen Himmel. In der christlichen Symbolsprache ist es die Farbe des Glaubens, der Zuverlässigkeit und Treue. „Ins Blau hat der Künstler geheimnisvolle Schriftzeichen gesetzt, die wir entschlüsseln können“, erläuterte Memmel. Das rote Kreuz links im Bild weise auf die Liebe und zugleich auf das Leid hin. Eine Deutung erfuhren auch das Christus- und das Unendlichkeitszeichen, das zur Zahl Acht aufgestellt ist.
Nach einem gemeinsamen Gebet bildeten alle im Altarraum um das Hungertuch einen Segenskreis. „Gott gebe dir Frieden“, betete Stadtpfarrer Konrad Amschl, bevor er allen seinen Segen erteilte. Katrin Karban-Völkl (Geige) und Katrin Weismeier (Gitarre) begleiten die Lieder „Meine engen Grenzen“ und „Ich will dir danken“.














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