Kemnath
17.01.2019 - 15:06 Uhr

Jahr als Atemzug Gottes

Zum ökumenischen Abendgebet zur Wochenmitte kommen viele Gläubige in die Stadtpfarrkirche Kemnath.

„Diesen Tag, Herr, leg ich zurück in deine Hände“ spielen Kathrin Karban-Völkl und Robert Baier als musikalische Einstimmung auf das ökumenische Abendgebet zur Wochenmitte in der Stadtpfarrkirche. Bild: jzk
„Diesen Tag, Herr, leg ich zurück in deine Hände“ spielen Kathrin Karban-Völkl und Robert Baier als musikalische Einstimmung auf das ökumenische Abendgebet zur Wochenmitte in der Stadtpfarrkirche.

"Die Zeit ist rund" war das Thema des ersten ökumenischen Abendgebetes zur Wochenmitte im neuen Jahr. Dabei konnten Gläubige beider Konfessionen mit Stille, Musik und bewussten Impulsen zur Ruhe kommen, den Tag harmonisch ausklingen lassen und bei sich und Gott ankommen.

"Was war heute los?", "Was habe ich heute gerne getan?" und "Habe ich es heute geschafft, meine Hände einmal ruhen zu lassen und eine Pause zu machen?" waren drei Gedanken im "Moment des Ankommens". "Jetzt, wo das neue Jahr erst gute zwei Wochen alt ist, tut es uns vielleicht gut, das Vergangene loszulassen und dem Neuen entgegenzusehen", lautete eine Stelle in einem meditativen Text.

"Das Jahr ist ein Atemzug Gottes" war der geistliche Impuls zum Rückblick auf das Jahr 2018 ("Was hat mich besonders bewegt?") und zum Ausblick auf das Jahr 2019 ("Was wünsche ich mir?"). "Nur ein kleiner Teil des vor uns liegenden Jahres ist uns bekannt" war ein "Gedanke zur Zeit". Vieles sei ungewiss, noch nicht absehbar und bleibe spannend. Umso wichtiger sei es, in der Gegenwart zu leben und sie bewusst wahrzunehmen. Auch in der Bibel wurde über die Zeit geschrieben: "Herr, du warst unsere Zuflucht von Geschlecht zu Geschlecht. Ehe die Erde entstand und das Weltall, bist du, o Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Denn tausend Jahre sind für dich wie der Tag, der gestern vergangen ist."

Zu diesen besinnlichen Texten passte das Lied "Meine Zeit steht in deinen Händen", das Kathrin Karban-Völkl auf der Geige und Robert Baier mit der Gitarre begleiteten. "Herr meiner Stunden und meiner Jahre, ich bitte dich nicht, mir mehr Zeit zu geben, sondern um viel Gelassenheit, jede meiner Stunden zu füllen", beteten alle gemeinsam. Nach dem Lied "Beginne du all meine Tage" versammelten sich alle im hinteren Teil der Kirche. Beim gemeinsamen Vater unser fassten sich alle bei den Händen.

Als Pfarrer Konrad Amschl seinen Segen gespendet hatte, stimmten die Gläubigen das Schlusslied "Geh unter der Gnade, geh mit Gottes Segen" an. Jeder bekam einen Zettel mit einem Impuls zum Nach- und Weiterdenken. Bei einer Tasse Tee waren alle eingeladen, ihre Gedanken auszutauschen. Das nächste Abendgebet zur Wochenmitte ist am Mittwoch, 20. März, 19.30 Uhr, in der Stadtpfarrkirche.

Andächtig beten die Gläubigen beider Konfessionen das „Gebet des Herrn“ am Ende des ökumenischen Abendgebets zur Wochenmitte in der Stadtpfarrkirche. Bild: jzk
Andächtig beten die Gläubigen beider Konfessionen das „Gebet des Herrn“ am Ende des ökumenischen Abendgebets zur Wochenmitte in der Stadtpfarrkirche.
 
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