Kemnath
08.09.2019 - 15:16 Uhr

Kapelle taucht in Kemnath in der Kirche auf

Eine schöne Tradition wurde am Sonntag in Kemnath fortgesetzt. Die Blaskapelle hat wieder einen Gedenkgott in der Pfarrkirche gestaltet. Am Schluss brandete Beifall auf.

Nach dem Gottesdienst bedankte sich Pfarrer Thomas Kraus bei den Musikanten der Kemnather Stadtkapelle und ihrem Dirigenten Renè Pascal Bauer (rechts). Bild: jzk
Nach dem Gottesdienst bedankte sich Pfarrer Thomas Kraus bei den Musikanten der Kemnather Stadtkapelle und ihrem Dirigenten Renè Pascal Bauer (rechts).

Traditionsgemäß gestaltete die Stadtkapelle am zweiten Sonntag im September in der Stadtpfarrkirche einen Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder und Gönner des Vereins.

Zum Einzug spielten die 16 Bläser "Apertum" ("Freier Himmel"), eine Intrade von Thiemo Kraas. Für Gloria, Zwischengesang, Gabenbereitung, Sanctus, Agnus Dei und als Dankgesang hatte ihr Dirigent Renè Pascal Bauer ansprechende Bläsersätze von bekannten Gotteslob-Liedern wie "Allein Gott in der Höh sei Ehr", "Erde singe", "Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht", "Liebster Jesu, wir sind hier" und "Nun danket alle Gott" ausgesucht. Während der Kommunionausteilung erklang "Granitrada" von Bernaldo Ortsteen.

Nach dem Schlusslied "Großer Gott wir loben dich" spendeten die Gottesdienstbesucher Beifall für die würdige musikalische Gottesdienstgestaltung dieser Pfarrmesse.

Der neue Pfarrer, Thomas Kraus, stellte den Ausspruch Jesu aus dem Evangelium in den Mittelpunkt seiner Predigt: "Keiner von euch kann mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet." Die Güter dieser Welt seien als solche nicht verwerflich. Aber jeder müsse sich fragen, welchen Platz der Besitz in seinem Leben einnehme und welche Gefahr von ihm für sein Leben ausgehe, meinte der Prediger. Niemand solle sich von seinem Besitz, ja auch von so mancher Verflechtung und Abhängigkeit seines Lebens ein- oder gefangen nehmen lassen. Jeder müsse sich fragen, wie ihn diese Verstrickungen von seinem Glauben, von seiner Beziehung zu Gott und zu seinem Mitmenschen abhalten würden. Mit all seinem Besitz soll der Mensch immer neu offen werden zur Freigebigkeit, zur Solidarität und Barmherzigkeit in der Familie, der Umgebung und mit den Armen. "Wer leichten Herzens etwas weggeben kann, der bekundet ein gesundes und freies Verhältnis zu dem, was ihm gehört", betonte der Geistliche.

 
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