05.08.2018 - 11:07 Uhr
KemnathOberpfalz

Kleine Ursache, große Wirkung

Ein piepender Rauchmelder macht einen Feuerwehrmann auf einen Brand im Nachbarhaus aufmerksam. Mit dem Feuerlöscher dämmt er das Feuer ein und setzt den Notruf ab. Seine Kameraden übernehmen den Rest.

Unter Atemschutz gehen die Feuerwehrleute vor. Zur Sicherheit nehmen sie ein Strahlrohr mit das jedoch nicht zum Einsatz kommt. In Schuttmulden bringen sie das Brandgut aus dem Haus, damit es im Außenbereich abgelöscht wird.
von Michael DenzProfil

(mde) Der Brandschützer aus Kemnath verbrachte am Freitag nach der Feuerwehrübung die letzten Stunden des Sommerabends auf seiner Terrasse. Dabei würde er auf ein piependes Geräusch in der Umgebung aufmerksam. Als er nachsah, entdeckte er Rauch. Gleichzeitig trafen die Bewohner des betroffenen Hauses ein.

Der junge Kemnather holte von zu Hause einen Feuerlöscher, mit dem er versuchte, den Brand im betroffenen Raum einzudämmen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung musste er die Löschversuche abbrechen.

Die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz beorderte nach dem Notruf gegen 23.25 Uhr die Feuerwehren aus Kemnath, Höflas sowie Fortschau-Kuchenreuth in die Hohe Straße. Bereits nach wenigen Minuten trafen Kommandowagen, Hilfeleistungslöschfahrzeug und Drehleiter an der Einsatzstelle ein. Kurz darauf fuhren das zweite Löschfahrzeug und das Mehrzweckfahrzeug der Kemnather Wehr vor, ebenso die Tragkraftspritzenfahrzeuge aus Höflas und Fortschau-Kuchenreuth. Den Einsatz der rund 45 Feuerwehrleute leiteten der Kemnather Kommandant Peter Denz und sein Stellvertreter Alfred Vogel. Drei der fünf Atemschutzgeräteträger gingen umgehend mit C-Rohr und Wärmebildkamera zur Lageerkundung und Brandbekämpfung vor.

In einem als Werkstatt eingerichteten Raum im Untergeschoss des großen Wohngebäudes lokalisierten sie den Brandherd. Mit tragbaren Schuttmulden bringen sie die brennenden Gegenstände zum Löschen nach draußen, so dass im Gebäude kein Wasser benötigt wurde.

Zeitgleich wurden Fenster in dem vom Brand betroffenen Bereich geöffnet, um mit einem Überdrucklüfter den Brandrauch ohne Ausbreitung in nicht betroffene Bereiche abzuführen. Nach mehrmaliger Erkundung mittels der Wärmebildkamera und eines Messgeräts rückten die rund 45 Einsatzkräfte gegen 0.30 Uhr wieder ab.

Zur Absicherung war ein Rettungswagen des BRK vor Ort, ebenso Beamte der Kemnather Polizeiinspektion. Auflöser der Brandes ist laut Polizei ein technischer Defekt an einem Ladegerät. Die Schadenshöhe gibt sie mit 50 Euro an.

Durch das umsichtige und rasche Vorgehen des jungen Feuerwehrmannes, der in der Nachbarschaft wohnt und durch einen Rauchmelder auf den Brand aufmerksam wird, sowie seiner angerückten Kameraden kann eine Brandausbreitung und größerer Schaden verhindert werden.
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