Kemnath
07.10.2018 - 11:41 Uhr

Königsjodler und "Hehneraug"

Längst hat es sich herumgesprochen, dass der Musikantenstammtisch in Kemnath eine tolle Veranstaltung ist. Deshalb kommen auch immer wieder neue Musikanten in das Gasthaus „Zur Fantasie“, um ihre Lieblingsstücke vorzuspielen.

Bei dem Liebeslied „Mitsou mein ganzes Glück bist du“ bildeten Willi Prechtl, Franz-Josef Bauer, Sandro Weber, Helmut Zehfuß, Werner Meier und Thomas Fritsch (von links) spontan ein harmonisches Quintett. Bild: jzk
Bei dem Liebeslied „Mitsou mein ganzes Glück bist du“ bildeten Willi Prechtl, Franz-Josef Bauer, Sandro Weber, Helmut Zehfuß, Werner Meier und Thomas Fritsch (von links) spontan ein harmonisches Quintett.

Kemnath. (jzk) Auch die Zuhörer sind von dem spontanen Musizieren begeistert. Das Nebenzimmer war bis auf den letzten Platz besetzt, die Stimmung hervorragend. Mit einem „Boarischen“ und der „Rosi-Polka“ stellte sich Thomas Fritsch aus Schirmitz erstmals als Akkordeonspieler vor. Viel Beifall erhielt er für sein Lied vom lästigen „Hehneraug“. Auch Philipp Kleber aus Kirchenthumbach gab sein Debut als Akkordeonspieler und Sänger. Mit Werner Meier und Gerhard Retzer gab er „Mein Tiroler Land“, und „Die Musik ist mein Leben“ zum Besten. Auch Julie Romeike und Tina Schmidschneider aus Grafenwöhr absolvierten ihren ersten Auftritt mit Bravour. Die beiden spielten und sangen zusammen „Voll drauf los“, „Die Sterne am Himmel“, Brückenschuss“ und „Aber dich gibt`s nur einmal“. Dem Gitarristen Sandro Weber aus Pressath hat es beim Kemnather Musikantenstammtisch so gut gefallen, dass er in Zukunft öfter dabei sein möchte. Josef Zaglmann schilderte bei seinem Lied vom armen „Dorfschulmeisterlein“ auf humorvolle Weise das oft nicht einfache Leben eines Schullehrers auf dem Land.

Sehr zur Freude der zahlreichen Zuhörer spielte Erwin Hornauer aus Tröstau „Egerland, Heimatland“, „Der Schornsteinfeger aus Eger“ „Auf der Autobahn“ und „Jeder Tag bringt neue Hoffnung“ auf seiner Steirischen Harmonika. Die beiden Pressather Helmut Reichl, Gitarre, Erich Marek, Cajon und der Teufelsgeiger Bruno Primann aus Eschenbach waren gute Liedbegleiter.

Wenn Willi Prechtl aus Fichtelberg zum Saxophon greift, erklingen so beliebte Evergreens wie „Eine Reise ins Glück“, „My happy Sunshine“ oder Pepiti, Pepito“. Den anderen Musikanten juckt es dann so in den Fingern, dass sie spontan mitspielen. Viel Beifall erhielten Hans Kowatsch, Akkordeon, und Marianne Helm aus Waldsassen für ihre Duette „Die alten Leit“, „Oma hat immer dös Bummerl“, „Adam und Eva im Paradies“ und „Am Bergal do stehn zwoa Baam“. Dass die beiden Vorbacher Gerd Retzer und Werner Meier echte Stimmungskanonen sind, stellten sie auch bei diesem Musikantentreffen wieder eindrucksvoll unter Beweis. Zwischendurch wagte das ehemalige Faschingsprinzenpaar des Landkreises Tirschenreuth ein Tänzchen.

Ein wahrer Ohrenschmaus waren die Lieder von Ludwig Dötsch aus Schlammersdorf: „Königsjodler“, „A trauriger Bua kann net jodeln“ und „Unter den Kastanien“. Mit dem Walzerlied „Fliege mit mir in die Heimat“ leitete Roland Sertl aus Mitterteich eine lustige Schunkelrunde ein. Später spielte er noch ein Liebeslied auf die Mutter („Mama, schau oba“) und den Fuhrmannsmarsch.

Mit ihren selbst getexteten und komponierten Liedern „Der Nebel steigt ganz leise“ und „Ich seh die Stern aufgehn“ brachte Freifrau Sonja Kreß von Kressenstein aus Nürnberg eine ganze neue musikalische Note in das Musikantentreffen. Auch bei dem Operettenlied „Meine Lippen, die küssen so heiß“ aus der Operette „Giuditta“ von Franz Lehar und bei dem Song „Ich kann nicht leben ohne dich“ begleitete sie sich selbst sehr gekonnt auf der Gitarre.

Auch der Trompeter Franz-Josef Bauer und der Akkordeonspieler Helmut Zehfuß gaben Kostproben ihres musikalischen Könnens. Herbert Storek war nicht nur ein hervorragender Moderator, sondern auch ein guter Musikant. Das zeigte er bei den drei Stücken „Sternpolka, „Kleiner Harmonikaspieler“ und „Schützenpolka“. Zusammen mit seiner Frau Maria hat er wieder alles bestens organisiert. Die Wirtsleute Hans und Christa Sertl kümmerten sich um das leibliche Wohl der zahlreichen Gäste, denen dieser volksmusikalische Abend sehr gut gefallen hat.

 
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