19.05.2020 - 16:44 Uhr
KemnathOberpfalz

Mit Köpfchen und Finesse

IT-Experten an der Kemnather Realschule räumen ab. 30 Jugendliche machen mit, elf von ihnen bekommen die Bestnote.

Realschulkonrektor Holger König (Bildmitte) und die beiden Fachoberlehrer Mathias Frischholz und Thomas Fütterer (hinten, von rechts) gratulierten den Zehntklässlern zu ihrem hervorragenden Ergebnis bei der freiwilligen Abschlussprüfung im Fach Informationstechnologie.
von Josef ZaglmannProfil

Ein hervorragendes Ergebnis konnte die Realschule am Tor zur Oberpfalz bei der Freiwilligen Abschlussprüfung im Fach Informationstechnologie (IT) teil. 30 Zehntklässler nahmen daran teil. 11 von ihnen absolvierten sie mit der Note 1. Das waren Tabata Melzner, Tim Würstl, Jonas Ackermann, Simon Rickauer, Jonas Meyer, Jonas Schlicht, Mara Dötterl, Jana Kausler, Johanna Weismeier, Felix Walberer und Lisa Landsteiner.

Mit dem Notendurchschnitt von 1,75 lag die Realschule Kemnath deutlich unter dem bayernweiten Schnitt von 2,35.

Als eine von zwei Schulen in der Oberpfalz nahm sie in diesem Schuljahr

an diesem Pilotprojekt des Bayerischen Kultusministeriums teil. „Das stellt eine große Auszeichnung dar und spricht für das hohe Niveau des Informationstechnologie-Unterrichts an unserer Schule“ freute sich Realschuldirektor German Helgert. In ganz Bayern sind es nämlich nur 16 Schulen, die heuer bei der Prüfung mitmachten.

Dieses Pilotprojekt soll zur Professionalisierung des Faches IT beigetragen und bietet den Schülerinnen und Schülern ein Alleinstellungsmerkmal und eine Zusatzqualifikation im informationstechnischen Bereich. Außerdem stellt es eine von der Schule unabhängige Beurteilung ihrer Leistungen dar, da die Prüfungen zentral gestellt werden und für alle Teilnehmender in Bayern gleich sind.

Das „Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung“ arbeitete die Prüfungsaufgaben aus und war auch für die Durchführung der Abschlussprüfung verantwortlich.

An der Kemnather Realschule haben sich für diese Zusatzqualifikation 50 Schüler und Schülerinnen beworben. 30 konnten anhand von bestimmten Kriterien zugelassen werden Das waren die Note im Fach Informationstechnologie (IT), der allgemeine Notendurchschnitt und das Notenbild.

Die Inhalte der Abschlussprüfung waren sechs Module aus dem IT-Lehrplan. Diese sind Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbanksysteme, Technisches Zeichnen mit CAD, Netzwerktechnik und Programmieren von Algorithmen. Aus diesen sechs Modulen wählten die Schüler und Schülerinnen vier aus, die sie dann in der Prüfung bearbeiteten mussten.

Wie sah die Vorbereitung auf diese Extraprüfung aus? Seit März 2019 nahmen diese 30 Schüler und Schülerinnen an einem wöchentlichen Ergänzungsunterricht am Nachmittag teil. Dabei konnten sie ihre Kenntnisse in den einzelnen Teilbereichen vertiefen und festigen. Unter der Leitung der beiden Fachoberlehrer Mathias Frischholz und Thomas Fütterer beschäftigten sie sich ein Jahr lang wöchentlich zwei Stunden lang intensiv mit den einzelnen Teilbereichen in Theorie und Praxis am Computer.

Am Prüfungstag konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Können unter Beweis stellen. Um ein reibungsloses und konzentriertes Arbeiten zu ermöglichen, wurden die 30 Teilnehmer in vier Gruppen aufgeteilt. Zwei Gruppen wurden jeweils parallel in zwei Computerräumen geprüft. Bei der Durchführung zeigte sich, dass die Prüfungsdauer von 140 Minuten nicht zu locker bemessen war. Die Prüflinge mussten konzentriert, zielstrebig und zügig arbeiten, um alle Aufgaben zu bewältigen.

Die beiden Fachlehrer freuten sich über das Engagement und die Lernbereitschaft der Schüler beim Ergänzungsunterricht und lobten das Durchhaltevermögen aller Teilnehmer. Die erhalten ein gesondertes Zeugnis über die Teilnahme an der „Freiwilligen Abschlussprüfung IT“. Dann können sie stolz behaupten, dass sie richtige „IT Experten“ geworden sind.

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