Auch wenn sie Konkurrentinnen im Kommunalwahlkampf sind, hindert sie das nicht daran, gemeinsam für die Sache zu werben: Jutta Deiml und Heidrun Schelzke-Deubzer wollen jeweils das Amt der Bürgermeisterin in Kemnath erobern - die eine für die SPD, die andere für Bündnis 90/Die Grünen.
"In den Gemeinde- und Stadträten - gerade auch in Kemnath - sind eindeutig zu wenig Frauen vertreten", betonen beide. Sie selbst wollen mit gutem Beispiel vorangehen und kandidieren für ihre Parteien an vorderster Stelle - nicht nur als Kandidatinnen für das Bürgermeisteramt, sondern auch auf Platz eins der jeweiligen Stadtratsliste und auf vorderen Plätzen für den Kreistag im Landkreis Tirschenreuth.
"Frauen rocken Kemnath!", haben sich die beiden Kommunalpolitikerinnen unterschiedlicher Couleur deswegen auf die Fahne geschrieben. Dazu passt, dass beide Parteien im Vergleich zu den Mitbewerbern für den Kemnather Stadtrat jeweils fast 50 Prozent Kandidatinnen auf ihren Listen haben. Um dieses Motto noch offensiver anzugehen, schlagen sie auch ungewöhnliche Wege ein - nämlich mit einer gemeinsamen Veranstaltung beider Ortsvereine in der heißen Phase des Wahlkampfs.
Am Samstag, 29. Februar, wird um 20 Uhr zu einer "Rock & Blues"-Party in die Schlossschänke Kaibitz eingeladen. Auf der Bühne wird nicht nur die weit über die Region hinaus bekannte "Bourbon Blues Band" stehen, auch für weitere musikalische Überraschungen wird gesorgt sein.
Die organisatorische und logistische Federführung des Abends hat der Kemnather SPD-Ortsvorsitzende Andreas Demleitner übernommen, der selbst in Bands wie "Treibhauz", "Goodlands" und "Heinzo AG" als Musiker tätig ist. Schelzke-Deubzer und Deiml freuen sich darüber, dass der Konzerttermin auch in zeitlicher Nähe zum Weltfrauentag am 8. März liegt. "Man hat immer wieder den Eindruck, dass Frauen nicht bereit sind, andere Frauen zu wählen. Dies parteiübergreifend zu ändern, wäre ein gutes Signal der diesjährigen Kommunalwahl", so Deiml. Und Schelzke-Deubzer ergänzt: "Man(n) muss sich weder vor dem Begriff noch vor dem Amt Bürgermeisterin fürchten, auch wenn mancher männlicher Amtsinhaber dies noch nicht über die Lippen bringt!"













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