23.07.2018 - 14:43 Uhr
KemnathOberpfalz

Leben ist kein Wettrennen

Manchmal ist weniger mehr. Daher appelliert Stadtpfarrer Konrad Amschl an die Gottesdienstbesucher, öfter mal innezuhalten.

Josef Zaglmann begleitete (von links) Julia Holzner, Ursula Dadder, Christina Hann, Elisabeth Daschner und Liane Preininger auf der Orgel.
von Josef ZaglmannProfil

(jzk) „Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz“ von Dieter Golombek, „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir mangeln“ (Psalm 23), „Gloria Patri“ von Wolfram Menschick, „Panis angelicus“ („Engelsbrot“) von Cèsar Franck und „Vater unser“ (Melodie „Guantanamera“) sang der Kemnather Kammerchor beim Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche. Unter Leitung von Josef Zaglmann traten Christina Hann, Elisabeth Daschner, Julia Holzner, Liane Preininger und Ursula Dadder auf.

In seiner Predigt zitierte Stadtpfarrer Konrad Amschl die Aufforderung Jesu an seine Jünger: „Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind und ruht ein wenig aus.“ Er lade seine Jünger ein, innezuhalten. „Innehalten – das bedeutet, nicht andauernd auf Hochtouren zu laufen, zur Ruhe zu kommen und Erlebnisse nachhallen zu lassen.“ Christus habe selbst erfahren, dass Phasen der Unterbrechung Freiraum schaffen könnten für neue Ideen und neue Ziele. Jesus habe sich entschieden gegen den doppeldeutigen und zugleich ironischen Satz gewandt: „Leben Sie schneller, dann sind Sie eher fertig!“ Vielmehr sollte der Ratschlag lauten: „Leben Sie langsamer, dann haben Sie was davon.“

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