Kemnath
28.08.2018 - 10:09 Uhr

Lustige Musikanten in Kemnath

Der Beliebtheitsgrad des Kemnather Musikantenstammtisches zieht immer weitere Kreise. Diesmal waren sogar Musikanten aus weit entfernten Städten in das Gasthaus „Zur Fantasie“ gekommen.

Eine Bombenstimmung herrscht beim Treffen der Wirtshausmuskanten im Gasthaus „Zur Fantasie“. Bild: jzk
Eine Bombenstimmung herrscht beim Treffen der Wirtshausmuskanten im Gasthaus „Zur Fantasie“.

(jzk) Der Beliebtheitsgrad des Kemnather Musikantenstammtisches zieht immer weitere Kreise. Diesmal waren sogar Musikanten aus weit entfernten Städten in das Gasthaus „Zur Fantasie“ gekommen.

Gunter Kiener aus München begleitete die Seebauer Moidla „Der Mondscheinige“ und den „Grashüpfer Borischen“ auf seiner Steirischen Harmonika. Sonja von Kreß aus Nürnberg trug die Eigenkomposition „Horrido“ vor. Im Duett mit der Gitarristin Daniela Christl aus Ohrenbach sang sie „Vogel der Nacht“ und „Country Road“. Dafür bekamen sie vom Publikum sehr viel Applaus.

Willi Geier („Charly“) aus Hof verlieh bekannten Stücken wie „Trompetenecho“ (in Cis-Dur gespielt) und „Es ist so schön, ein Musikant zu sein“ mit seinem einfühlsamen Akkordeonspiel eine ganz besondere Note. Mit Gerd Retzer, Georg Laus, Barbara Reichl und Werner Meier bildete er spontan ein Quintett, das beim Publikum sehr gut ankam.

Zum ersten Mal dabei war auch Walter J. Pilsak aus Waldsassen. So konnten die „Wondrebtaler“ diesmal in voller Besetzung auftreten. Mit der Harmonikaspielerin Christine Bleiber aus Mitterteich und dem Gitarristen Dieter Kannenberg aus Waldsassen stimmte er „I hob a Dirndl ghobt“, „Ich bin verliebt in die Liebe“ und „Weißblaue Träume“ an. Eine Bereicherung für die Wirtshausmusikanten war auch er erste Auftritt von Edmund Meier aus Obertrubach. Routiniert trug er „In Junkers Kneipe“, „Fliege mit mir den in den Himmel“ und „Der Fremdenlegionär vor. Mit seinem rhythmusbetonten Spiel animierte er die Zuhörer schnell zum Mitsingen. Der Gitarrist Werner Meier aus Vorbach bewährte sich als Begleiter und beim Zusammenspiel mit anderen Musikanten.

Seinen ersten Auftritt im Kreis der Wirtshausmusikanten hatte auch Georg Laus aus Kirchenthumbach. Er hatte sein Akkordeon und seine Gitarre mitgebracht. Bei den Liedern „Grüß dich Gott, Frau Wirtin“ und „Die Sterne am Himmel“ fügte er sich harmonisch in das Trio Barbara Reichl, Werner Meier und Daniela Christl ein.

Hans Kowatsch aus Waldsassen trat diesmal als Coupletsänger auf. Bei den Liedern „A Bauernvöich“, „A Spreißl“ und „Wie der liebe Gott die Welt erschaffen hat“ begleitete er sich selbst auf seinem Akkordeon. Für das „Mariechen“ hatte er sich eine eigene Fassung ausgedacht.

„Sterne am Himmel“, „Auf der Streif“ und „Lieserl, komm her“ waren die Stücke, die Roland Sertl aus Mitterteich auf seiner „Steirischen“ zum Besten gab. Werner Heider aus Marktredwitz spielte auf diesem Instrument „Es muaß a Sonntag g`wesen sei“, den „Ehrentanz Walzer“ und „Fidel und lustig.“ Den „Achensee Walzer“, „An der Egerquelle“ und „An Lucky seiner“ hatte sich Wolfgang Hagen aus Bischofsgrün für seinen Auftritt ausgesucht.

Als echte Stimmungskanone erwies sich das Trio Gerd Retzer, Werner Meier und Ludwig Lindner bei den Liedern „Jeder Tag bringt neue Hoffnung“, „Der Böhmische Wind“, „Hinter der Garage“ und „Aber Ferdinand“. Manchmal spielten auch Barbara Reichl und Georg Laus mit.

Der Pressather Erich Marek, ein treuer Stammgast bei den Kemnather Wirtshausmusikanten, hatte diesmal sein Cajon als rhythmisches Begleitinstrument dabei. Dieter Paulus aus Eschenbach unterstützte ihn mit seiner Tiroler Ratschn, Bruno Primann aus Eschenbach mit seiner Teufelsgeige.

Einer der Höhepunkte war auch diesmal wieder der umjubelte Auftritt der „Seebauer Moidln“ Marille Kett (Steirische Harmonika) und Marga Roßmann (Gesang) mit ihren Liedern „Im schönen Prag“, „Im Tröpferlbad“ und „Der weise Marabu“. Auf vielfältigen Wunsch der sangesfreudigen Zuhörer mussten sie auch „Die Schönheitskönigin von Schneizlreuth“ zum Besten geben. Da blieb kein Auge trocken!

Immer wieder zeigte sich, dass einige begnadete Witzerzähler unter den Musikanten und den Gästen waren. Mit gemütlichen Schunkelrunden wurde die Stimmung weiter angeheizt. Einige Gäste wagten sogar ein Tänzchen.

Nach dem offiziellen Teil bildeten sich beim „Nachspiel” bis nach Mitternacht spontan immer wieder neue Gruppierungen, die ihre Zuhörer mit ihren Liedern und Stückln begeisterten.

Mit der „Schützenpolka“ hatte Gastgeber Herbert Storek den volksmusikalischen Abend eröffnet. Dann sorgte er mit seiner technischen Anlage dafür, dass alle Zuhörer die Liedbeiträge und Musikstücke sehr gut verstanden.

Die flotten Bedienungen stillten den Hunger und Durst der sangesfreudigen Gäste schnell.

 
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