27.04.2020 - 16:13 Uhr
KemnathOberpfalz

"Masken marsch!" in Kemnath

Reibungslos verlief die Ausgabe der Gesichtsmasken für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kemnath und aller Ortsteile durch die Feuerwehren. Großes Lob kommt dazu nicht nur aus dem Rathaus.

Einsatzkräfte der Feuerwehr gaben die Gesichtsmasken an die Bevölkerung aus. In Kemnath richteten sie dazu einen „Drive in“ ein. Bürgermeister Werner Nickl und sein Wehrvorsitzender Roman Schäffler (von links) verfolgten die Aktion.
von Michael DenzProfil

Mehr als gut ist der Zulauf an selbstgenähten textilen Gesichtsmasken aus der Bevölkerung. Die Reichweite der ehrenamtlichen Näher ist ebenfalls "erstaunlich". "Personen aus umliegenden Kommunen, gar anderen Landkreisen haben bei uns im Rathaus für die Bevölkerung Kemnaths ihre Nähspenden abgegeben", berichtet Bürgermeister Werner Nickl unter Verweis auf vereinzelt beigelegte Grußschreiben.

Ins Leben gerufen und organisiert haben die Aktion, textile Gesichtsmasken zu nähen und zu spenden, die Kommunen Kemnath und Kastl gemeinsam mit "Leben plus". "Mein besonderer Dank gilt den Näherinnen und Nähern, welche teilweise nicht nur eine hohe Stückzahl liefern, sondern sich bei der Gestaltung der Gesichtsmasken auch äußerst kreativ und ideenreich zeigen", sagt Nickl.

Ihn erreichten täglich sehr viele Dankesworte aus der Bevölkerung. Die Nähaktion spiegle gelebte Solidarität, Zusammenhalt und Nächstenliebe wider. Auch Nachfragen anderer Stadt- und Gemeindeoberhäupter erreichen den Kemnather Bürgermeister. "Es wird sich über den Ablauf und die Organisation der Nähaktion erkundigt."

Weiteren Dank sagt Nickl für die "Übernahme und bestens funktionierende Ausgabe" von Stoffen, Gummibändern und Nähzubehör Andrea Schopper von der Kemnather Firma "Näh-Schopper". Für das Abholen dort von Stoffen und Gummis für die ehrenamtlichen gefertigten Gesichtsmasken ist aber Terminabsprache erforderlich.

"Binnen weniger Tage wurden über fünf Kilometer Gummibänder für die Mund-Nase-Masken abgerufen", weiß Nickls künftiger Nachfolger Roman Schäffler. Ziel sei, jedem Bürger vorerst mindestens eine Maske zur Verfügung zu stellen. "Eine mögliche zweite Verteilung an die Bevölkerung ist vorgesehen."

Damit jeder eine Maske hat, gaben diese die Ortsfeuerwehren am Freitagabend und am Samstagvormittag an ihren Gerätehäusern kostenfrei an die Bevölkerung ab. An den Tagen haben die Einsatzkräfte Masken an die Einwohner ab 61 Jahren (Jahrgänge 1959 und älter) verteilt. Die Vorbereitung und die Verpackung der Masken hatte die Stadtverwaltung übernommen.

Von der Ausgabe der von den Kemnather-Land-Gemeinden gekauften Masken aus Silikon und der gespendeten textilen Varianten machten sich Nickl und Wehrvorsitzender Schäffler am Samstagvormittag ein Bild beim Feuerwehrgerätehaus in Kemnath. Für die Bevölkerung des Stadtgebiets Kemnath hatten die Brandschützer auf dem Vorplatz des Nebengebäudes, dem ehemaligen Mößbauer-Areal, einen "Drive in" eingerichtet. Es sei darauf geachtet worden, dass der geltende Mindestabstand eingehalten worden ist, betont Kommandant Peter Denz.

"Die Feuerwehren der Stadt Kemnath sind immer und sofort zur Stelle. Sie waren für mich als Bürgermeister feste Stützen auf die ich immer und zu jeder Zeit bauen und mich in allen Belangen verlassen konnte", betont Nickl. Dies habe sich auch in den vergangenen Wochen bei der Ausgabe der Informationszettel an jeden Haushalt gezeigt.

Fünf Kilometer Gummibänder

Für Brillenträger nicht leicht

Einen Appell richtet der Bürgermeister an die Bevölkerung. "Haltet euch an die Vorgaben der Regierung, setzt die Masken auf, haltet Abstand, helft anderen und haltet weiter so gut zusammen." Für ihn selbst als Brillenträger sei die Situation mit der Maske über Mund und Nase auch nicht leicht. Er hofft weiterhin auf das umsichtige und hilfsbereite Verhalten der Bürger.

Auch betonte er, die geltenden Ausgangsbeschränkungen und Abstandsregelung einzuhalten. Im Kemnather Land gebe es unzählige Möglichkeiten, die man zum Beispiel bei einem Spaziergang "bewusst und mit Abstand" genießen könne.

Gesichtsmasken pflegen:

Richtige Reinigung

Die textilen Mund-Nasen-Masken lassen sich bei 60 Grad in der Waschmaschine mit normalem Vollwaschmittel waschen. Zur Reduzierung der Keimbelastung und aus hygienischen Gründen sollte dies regelmäßig erfolgen. Die Anleitung zur Anwendung und Pflege der Masken aus Silikon liegt diesen jeweils bei.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.